Messpfahl-Nachbau auf Reisen
ÜBERMORGENSTADT Knapp 4000 Besucher bei Ausstellungen zu Meeresforschung
Schwere Fracht: Mit dem Kran wurde der Messpfahlnachbau am Mittwochmorgen auf den Lkw gehoben. Der sechs Tonnen schwere Container wird über den Winter in Varel eingelagert. BILD: TORSTEN VON REEKEN 
VON ULRIKE GERARDS
Oldenburg - Der Messpfahlnachbau geht auf Reisen: Seit April stand der gelbe Container auf der Wiese gegenüber dem Kulturzentrum PFL an der Peterstraße, nun wurde der sechs Tonnen schwere Klotz mit Hilfe eines Krans und eines Lastwagens abtransportiert. „Der Container wird nun bei der Firma Eilers in Varel, die ihn auch für uns gebaut hat, über den Winter eingelagert“, erklärte Dr. Bert Albers, Geschäftsführer des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM). Im Rahmen der Stadt der Wissenschaft hat das ICBM einen Messpfahl nachgebildet, der südwestlich von Spiekeroog im Wattenmeer steht und meereskundliche Daten erfasst. Besucher bekamen in dem Container einen Einblick in die Meeresforschung in Oldenburg und die Zukunft der Küsten.
Mit ein bisschen Wehmut schaute Bert Albers zu, wie der Container am Mittwochmorgen verladen wurde. Aber ein bisschen Erleichterung war auch dabei. Schließlich bedeutete der Ausstellungsraum viel zusätzliche Arbeit für die Mitarbeiter des Instituts. Aber die Arbeit geht weiter. Im nächsten Sommer tourt der Messpfahlnachbau an der Küste entlang und wird in Orten von Dangast bis Greetsiel Station machen. „Ein Termin steht fest: Mitte August werden wir zwei Wochen auf Spiekeroog sein. Dann stehen Original und Nachbau vis-a-vis“, so Albers.
Das Interesse an dem Messpfahl ist groß. Es gibt auch schon Anfragen das Konzept in Berlin zu zeigen. „Wir hatten ja ziemlich viel Prominenz hier“, sagt Albers. So habe man auch überregional auf die Meeresforschung in Oldenburg aufmerksam machen können.
Mit knapp 4000 Besuchern wurden die Erwartungen der Organisatoren sogar weit übertroffen. Mit dem prominenten Standort an der Peterstraße habe man auf das richtige Konzept gesetzt, findet Albers. Auch der 14-tägige Wechsel der Ausstellungen sei eine gute Entscheidung gewesen. „So kamen viele Besucher mehrmals.“
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