Oldenburg: Sperrstunde auf Probe von 5 bis 7 Uhr

VERWALTUNG Oberbürgermeister schlägt freiwillige Regelung fürs Stadtgebiet vor


DIE PROBEZEIT SOLL VON ANFANG FEBRUAR BIS ENDE OKTOBER GELTEN. AN BIS ZU FÜNF TAGEN KANN DIE SPERRZEIT AUSGESETZT WERDEN.

VON RAINER DEHMER

Oldenburg - Die durch Polizei-Chef Johann Kühme angestoßene Sperrstunde nimmt langsam Formen an: Nach der Sitzung des Runden Tisches Innenstadtgastronomie an diesem Donnerstag im Rathaus hat Oberbürgermeister Gerd Schwandner den Oldenburger Gastronomen eine freiwillige Sperrstunde auf Probe vorgeschlagen. Sie soll vom 1. Februar bis zum 31. Oktober 2010 zwischen 5 und 7 Uhr morgens gelten.

Zum Hintergrund: Johann Kühme hatte im September angeregt, eine Sperrstunde wieder einzuführen. Die Lokale und Fastfood-Betriebe sollten ab 3, 4 oder 5 Uhr für zwei bis drei Stunden schließen. Als Grund nannte er die Vorfälle mit betrunkenen jungen Leuten in den frühen Morgenstunden im Bereich Lefferseck. Es herrsche an den Wochenenden eine aggressive Stimmung.

Im Gegensatz zu den ursprünglichen Plänen soll sich die Sperrstunde nicht nur auf die Innenstadt, sondern aufs gesamte Stadtgebiet beziehen. So möchte die Verwaltung einer möglichen Wettbewerbsverzerrung vorbeugen. Die Sorge hatten die Innenstadtgastronomen bei dem Treffen im Rathaus geäußert.

Nach Angaben von Stadtsprecher Marco Sagurna wird die Stadt nun alle Oldenburger Gastronomen anschreiben und durch Unterschrift um Unterstützung bitten.

Nach den Vorstellungen des Oberbürgermeisters soll es auch eine Sonderregelung geben. An bis zu fünf Tagen soll es möglich sein, die Sperrzeit auszusetzen (z.B. beim Stadtfest). Im Mai/Juni möchte Schwandner eine Zwischenbilanz ziehen.

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An dem Treffen hatten Vertreter von Stadt, Polizei, Präventionsrat und Dehoga sowie 20 Gastronomen teilgenommen. Laut Sagurna machten in der Gesprächsrunde alle Teilnehmer deutlich, dass gehandelt werden müsse, um den übermäßigen Alkoholkonsum, den Vandalismus und die Auseinandersetzungen einzudämmen.

Sowohl Präventionsrat als auch Polizei begrüßten den Vorschlag des Oberbürgermeisters ausdrücklich. Johann Kühme: „Es ist gut, dass sich etwas tun. Denn die Situation in der Innenstadt hat sich bislang nicht verändert. Nach wie vor kommt es dort an jedem Wochenende zu Körperverletzungen.“


FUNKTIONEN
11.12.2009
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Leserkommentare (1)
sherlok
- 11.12.2009 08:38 Uhr
Wie soll eine Sperrstunde Leute die zu viel trinken vom zu viel trinken abhalten?
Und wie will man dem Problem begegnen das ab 5 Uhr auf einmal alle betrunkenen zusammentreffen?
Glaubt man das Agressionspotential ist geringer wenn um Punkt 5 Uhr alle Betrunkenen aus allen Kneipen sich in der Innenstadt begegnen?
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