Videokameras überwachen Oldenburger VWG-Busse
SICHERHEIT Für 270 000 Euro soll die gesamte Fahrzeugflotte bis Ende 2011 ausgerüstet werden
Setzen auf Videoüberwachung (von links): Fahrer Jürgen Lungwitz und VWG-Geschäftsführer Michael Emschermann zeigen die neue Anlage. Durch den Monitor über der Frontscheibe hat der Fahrer den gesamten Fahrgastraum in Blick. BILD: DEHMER 
VON RAINER DEHMER
Oldenburg - Die VWG setzt auf Video-Überwachung in den Linienbussen: Die sechs jetzt neu angeschafften Gelenkbusse sind bereits mit Kameras ausgerüstet. Zuvor war in vier Bussen das System probeweise installiert worden. Nach und nach will das Nahverkehrsunternehmen in allen 92 Fahrzeugen der Flotte Überwachungssysteme einbauen lassen. Dadurch erhofft sich die VWG mehr Sicherheit für Fahrgäste und Personal sowie einen Schutz vor Vandalismusschäden.
Übergriffe auf Fahrer
„Bis Ende 2011 wird die Installation wohl abgeschlossen sein“, sagte VWG-Geschäftsführer Michael Emschermann am Montag. Die Kosten für diese Investition belaufen sich seinen Angaben zufolge auf etwa 270 000 Euro.
Zwei gewalttätige Übergriffe gegen Busfahrer haben Emschermann bewogen, sich dem Beispiel anderer Großstädte anzuschließen und Videoanlagen in Bussen einbauen zu lassen. Ende Dezember 2008 schlug ein offensichtlich Betrunkener einen 36-jährigen Busfahrer an der Endhaltestelle Feldahornweg nieder. Der Täter konnte nicht ermittelt werden. Im vergangenen August gab es am ZOB einen Angriff auf eine 36-jährige Fahrerin. Die Frau wurde von einer 25-jährigen Kundin getreten und mit einem Handkantenschlag niedergestreckt. „Die Fahrerin ist seither nicht mehr im Dienst gewesen“, schildert Emschermann die Folgen des Übergriffs.
Durch die Videokameras möchte die VWG vorbeugen, damit es erst gar keine Gewaltübergriffe gibt. In den videoüberwachten und speziell gekennzeichneten Bussen befinden sich an der Decke fünf unter einer Halbkugel verborgene Kameras. Sie erfassen den Fahrgastinnenraum vollständig. Was sich dort abspielt, kann der Busfahrer über einen Monitor neben seinem Platz beobachten.
„Die Videodaten werden auf einen Datenträger aufgezeichnet und nach einigen Tagen überschrieben“, so Emschermann. Nur bei einem Vorkommnis sollen die Datenträger angeschaut und ausgewertet werden.
Vandalismus bekämpfen
Die VWG hofft, dass die Kameras auch helfen, den Vandalismus in den Bussen einzuschränken. Durch Schmierereien, zerkratzte Scheiben und aufgeschlitzte Sitze entstehen der VWG jährlich Schäden von etwa 100 000 Euro.
Im Gegensatz zur VWG hat das Regionalbusunternehmen Weser-Ems-Bus im Raum Oldenburg noch keine kameraüberwachten Busse im Einsatz. Regionalleiter Helmut Fokkena: „Es gibt aber Überlegungen, die Nachtbusse nachzurüsten.“
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richtig ist das es fahrer gibt die nicht gerade fahrgastfreundlich fahren.. aber den fahrstil werden und können noch solche gute schulungsmaßnahmen nicht verbessern..
mit besteigen des busses werden die regeln und gesetze anerkannt, und beim vorbeigehen am fahrer,es sei denn man ist sichtlich bewegungseingeschränkt,z.b. gehbehindert,ist der fahrer nicht mehr zuständig für den fahrgast,er hat eigenständig für sicheren halt zu sorgen und damit zu rechnen das der bus anfährt..
manche ältere personen "schleichen" aber auch erst quer durch den bus,obwohl vorne alles frei ist,dann setze ich auch die fahrt fort..
wenn der fahrer an jeder haltestelle 2min warten muß bis alles sitzt,wann kommt er dann denn an,wenn man 45 haltestellen bedient..?? die pünktlichkeit ist so ja schon fast unmöglich..
glg ein busfahrer aus oldenburg