Eltern wollen Kinder wieder zurück

Jugendamt Demonstration in Bergstraße – Fünf Geschwister noch in Pflege


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Rummel vor dem Jugendamt: Viele Medien interessierten sich für die 25 Demonstranten. BILD: Thorsten Helmerichs  Bild vergrößern



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Oldenburg - Demonstration vor dem Jugendamt: Vor einem Jahr hatte die Behörde die sechs Kinder der Bümmersteder Familie E. im Alter von drei Monaten bis 13 Jahren in Obhut genommen. Nur der älteste Sohn durfte im Juni 2009 zu seinen Eltern in das Reihenhaus zurückkehren, die fünf jüngeren Kinder leben noch immer in Pflegeeinrichtungen.

Dagegen protestierten am Donnerstagmittag etwa 25 Männer und Frauen, die zum Teil aus anderen Städten anreisten. Darunter waren etliche, denen die Behörden ebenfalls Kinder weggenommen hatten. Sie alle wollten Aufmerksamkeit für ihr Schicksal.

Ein rühriger Münchner Bevollmächtigter der Familie E. hatte im Internet für die Demonstration am Donnerstag in Oldenburg geworben. Zeitweise waren so mehr Journalisten und Fernsehteams in der Bergstraße als Demonstranten.

Auch Thomas E., Vater der sechs Kinder, zählte zu jenen, die vor dem Jugendamt Transparente schwenkten. Zuvor hatte ihn ein Fernsehteam in der Wohnung gefilmt. „Der Rummel ist ungewohnt“, sagte der Altenpfleger, der in Kürze seine Arbeitsstelle verliert. Die Mutter der sechs Kinder, Marion E., war vor dem Jugendamt nicht zu sehen.

Für die Familie sprach vor allem der Münchner Bevollmächtigte Joachim H., der per Megaphon Sprechchöre dirigierte. Sie lauteten auch schon mal „Lasst unsere Kinder frei.“

Familie E. darf ihre vier Jungen und die eine Tochter in regelmäßigen Abständen sehen. Am vergangenen Sonntag etwa hat Pfarrer Sibbel das Baby Leon getauft. Das war der katholischen Familie, die sehr gläubig ist, wichtig. Patin ist die Großmutter, die der Familie auch finanziell immer wieder unter die Arme greift.

Im Zuge der Demonstration wurde Jugendamtsleiter Dr. Frank Lammerding auch eine Resolution überreicht. Er blieb ruhig, auch als die Sprechchöre wieder zu hören waren und ihm der Satz „Lasst unsere Kinder frei“ entgegenschallte.

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Gemeinsam mit den Justizbehörden ist das Jugendamt der Überzeugung, dass eine Rückkehr der Kinder in die Familie derzeit nicht angebracht ist – zum Wohl der Kinder.

In einer Anhörung vor Gericht haben Thomas und Marion E. nun allerdings erstmals zugestimmt, dass ein Gutachten erstellt wird, um herauszufinden, ob sie in der Lage sind, ihre sechs Kinder zu erziehen. Bislang hatten sie das abgelehnt. „Danach werden wir weitersehen“, sagt Dr. Frank Lammerding.




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26.02.2010
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Leserkommentare (6)
arthurspooner
- 28.02.2010 09:18 Uhr
Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass die Eltern erziehungsunfähig sind.

An einer Herausnahme eines oder hier sogar mehrer Kinder sind viel zu viele Personen beteiligt, als dass das mal eben so aus Willkür passieren könnte.

Wir wissen alle, dass dieses Willkürargument sowieso nur als Totschlagsargument verwendet wird, um das Jugendamt in einem schlechten Licht darstehen zu lassen.

Was zum Teufel hat das Jugendamt davon, außer Scherereien und Unmengen von Arbeit und Kosten, einfach mal so 6 Kinder aus einer Familie herauszuholen?
MisterXXL
- 26.02.2010 23:07 Uhr
juengerge schrieb: vor 9 Stunden

Sauber da gehen die Eltern schon hin und holen sich freiwillig Hilfe und werden dann weil sie Ihre Privatsphäre haben wollen an 2 von 7 Tagen sofort mal als "unfähig" bezeichnet. Wenn diese Eltern absolut unfähig wären und sich nicht kümmern wollten, dann hätten die wohl auch nicht um Hilfe gebeten.

Naja unser Staat gewinnt wieder 6 vorbildlich erzogene Kinder denkt er, was den Kindern aber seelisch gerade angetan wird bedenkt unser "Amtsschimmel" wohl nicht.
arthurspooner
- 26.02.2010 17:35 Uhr
@MisterXXL

Ja klar, die Kinder sind einfach so aus der Familie heraus geholt worden. Das Jugendamt hat sicher sonst nichts zu tun, als Kinder aus einer Bilderbuchfamilie herauszunehmen.

Haben Sie eine Ahnung wieviel Aufwand dem Jugendamt entsteht, wenn es 5 oder 6 Kinder aus einer Familie gerichtlich herausholt?

Haben Sie eine Ahnung wieviel Geld die Stadt Oldenburg für diese Kinder ausgeben muss? Das geht in die Zigtausende von Euro und das jedes Jahr, man! Das bindet sich eine Stadt nicht einfach so ans Bein, weil man eine Familie ärgern will.

Und glauben sie allen Ernstes, dass ein deutsches Gericht dem Antrag eines Jugendamtes einfach so Statt gibt, ohne dass das Jugendamt handfeste Beweise für eine sachgerechte Herausnahme vorlegen kann?

Ihr Beitrag ist einfach nur peinlich.

Im übrigen wäre sie einer der ersten, die schreien und die Bild-Zeitung informieren, wenn einem der Kinder auch nur ansatzweise etwas passiert wäre, weil das Jugendamt nicht eingegriffen hätte, da bin ich mir ganz sicher. Das steht übrigens in §1 MkenntGes (Menschenkenntnisgesetz), Abs1 in Verbindung mit Abs2.
gelato
- 26.02.2010 17:07 Uhr
In dieser Diskussion Partei zu ergreifen, heisst nach meiner Lesart, den durch ein deutsches Gericht ausgesprochenen Urteilsspruch, nämlich den Eltern Kinder wegzunehmen und in einem Heim unterzubringen, anzuzweifeln. "Zwangsgermanisierung" was für ein Wort wird gebraucht. Da wird von" weltweit einmaligen Institution des Jugendamts" gesprochen, mag sein, aber wir leben in der BRD, wem's nicht passt, suche sich eine andere Bleibe. Natürlich verstehen wir "Normalbürger" nicht, was es bedeutet, wenn der Familie 5 Kinder weggenommen. Aber es geschah ja wohl sicher nicht, weil sie bikulturell aufwuchsen und die Heimatsprache der Eltern sprachen. Das Wort, das jemand sich integrieren soll beinhaltet nie, dass er die Identität des Landes annehmen soll(was auch immer das bedeutet) Aber die deutsche Sprache sprechen, die Spielregeln der Deutschen annehmen(m/w Deutsche sind vor dem Gesetz gleich, Schulpflicht, usw.) Das Recht zu demonstrieren ist gegeben, genau so, wie die freie Meinungsäußerung. Aber werden diese mißbraucht, wehrt sich die BRD in dem sie Gerichte und Behörden einschaltet. Ich weiß nicht, wieviel multikulturelle Familien es in der BRD gibt, aber da diese unter uns leben, werden sie nicht so agressiv sein, wie Mr.XXL und Abuanab.
Abuanab
- 26.02.2010 11:50 Uhr
Über die deutsche Familienrechtspraxis: Migrantenkinder als Gottes zweite Garnitur.

Deutschlands Medien und Politiker, die bei jeder Gelegenheit eifrig auf das Demokratiedefizit in anderen Ländern aufmerksam machen, schweigen seit Jahren dazu, dass ihre Jugendämter, die eigentlichen FamilienrichterInnen, sich auf die Losung eingeschworen haben: „Die beste Integration ist die Assimilation durch Kindeseinzug, Fremdunterbringung, Eltern-Kind-Entfremdung, Sprachverbot und Zwangsgermanisierung“.
Wir Eltern gegen Diskriminierung der Kinder in Deutschland, fordern die deutsche Regierung auf, eine restlose Aufklärung über diese Zwangsgermanisierungspraxis von Migrantenkindern. Da dieses Fehlverhalten von den Familiengerichten nicht sanktioniert wird, sollte hier eine Stellungnahme zur politischen Funktion dieser in seiner Beschaffenheit weltweit einmaligen Institution des Jugendamts abgegeben und dabei insbesondere seine rassistische Funktionsweise näher erklärt werden. Damit ist die Tatsache angesprochen, daß innerhalb seiner totalitären Einrichtung häufig Menschen nicht-deutscher Herkunft von seinen Maßnahmen betroffen werden.
Seit 3 Jahren erlebe ich diese allseitige Rechtswillkür und werde in allen mir auferzwungenen gerichtlichen Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht brutalsterweise mit den eigenen Kindern erpreßt und mit Liebesentzug bestraft. Ich habe meine Kinder noch nicht einmal 50 Stunden gesehen! Heute sind sie PAS- geschädigt und kulturell entfremdet, nachdem sie ein Vorzeigebeispiel für Integration in diesem Deutschland waren. Nur weil das rassistische Jugendamt Böblingen, das statt interkulturelle Fachkompetenz mit Migrantenfamilien mitringt tausend und eine Lüge im Schulterschluß mit den („Familien“-)Gerichten auftischt, um bikulturellen Kindern per Gerichtsbeschluß die Heimatsprache zu verbieten und liebevolle Eltern zu kriminalisieren und zu entsorgen.
Über den Rassismus in der deutschen Familienrechtspraxis siehe EP-Petition: Schriftliche Erklärung zu Diskriminierungen aufgrund der Herkunft: http://www.karin-jaeckel.de/Petition/jug_de.pdf

Eure Kinder, so der bikulturelle Autor Khalil Gibran, sind nicht eure Kinder! Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht, des Lebens nach Erfüllung. Tötet jemand den Körper, wird er zum Tode verurteilt. Wer aber die Seele tötet, entkommt unerkannt.“
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