Auch Kinder wurden ermordet
ZUG DER ERINNERUNG Rollende Ausstellung über Nazi-Gräuel jetzt im Nordwesten
Delmenhorst ist die erste Station im Nordwesten, an der der „Zug der Erinnerung“ Halt macht. Weihbischof Heinrich Timmerevers begrüßte am Montag die Gäste der Eröffnungsveranstaltung. BILD: WOLFGANG BEDNARZ 
VON WOLFGANG BEDNARZ,REDAKTION DELMENHORST
Delmenhorst/Oldenburg/Wilhelmshaven/Vechta - Ihr Lachen, Spielen, Leben sieht man auf Bildern. Zeugnis über ihre Demütigung und ihren Tod geben kurze Texte. Mehrere hunderttausend Kinder wurden zwischen Oktober 1940 und Dezember 1944 deportiert, mit der Bahn in Viehwaggons in Ghetto-Quartiere oder gleich ins Vernichtungslager gebracht.
Der „Zug der Erinnerung“, vor zwei Jahren von dem gleichnamigen Verein aus Süddeutschland auf die Gleise gesetzt, lässt die Schicksale dieser Kinder und jungen Menschen wach werden – jetzt auch im Nordwesten.
Das Bischöflische Offizialat Vechta hat als Bestandteil des zweijährigen Anti-Rechtsradikalismus-Projekts „Würdenträger – weil jeder Mensch Würde trägt“ den Zug ins Oldenburger Land geholt und in vier verschiedenen Städten Projektpartner gewonnen. Am Montag traf die rollende Ausstellung im Delmenhorster Bahnhof ein, wo sie noch bis Mittwoch von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden kann.
„Mir ist bewusst geworden, dass wir eine neue Erinnerungskultur einüben müssen, die auf Begegnung und innere Beteiligung setzt“, sagte der Vechtaer Weihbischof und Offizial Heinrich Timmerevers bei der Eröffnung an Gleis 1.
Die nächsten Stationen des Zuges sind: Oldenburg (Sonnabend, 24. Oktober, 15 bis 19 Uhr); Wilhelmshaven (Montag bis Mittwoch, 26. bis 28. Oktober, 18 bis 19 Uhr); und Vechta (Sonntag, 1. November, 10 bis 17 Uhr.
www.zug-der-erinnerung.de
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