• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Altpapier-Gewinn gehört den Bürgern“

NWZonline {{SHARING.setTitle("„Altpapier-Gewinn gehört den Bürgern“")}}

Interview:
„Altpapier-Gewinn gehört den Bürgern“

Frage: Warum will die Stadt Oldenburg in das Altpapiergeschäft einsteigen?

Meyn: Dafür gibt es mehrere Gründe. Der wichtigste: Altpapier ist Wertpapier! Das heißt, mit dem Sammeln und Verkauf von Altpapier werden beträchtliche Gewinne erwirtschaftet. Da das Altpapier den Bürgern gehört, müssen ihnen auch die Gewinne gehören. Derzeit fließen diese Gewinne aber vollständig in die Taschen der privaten Unternehmer. Das kann nicht sein, so lange unsere Bürger Gebühren zahlen müssen für Rest- und Bioabfall, mit dem sich kein Geld verdienen lässt und für den sich deshalb auch kein privater Unternehmer interessiert. Die Bürger haben ein Recht darauf, dass mit den Gewinnen aus dem wertvollen Altpapier ihre Gebühren für die kostenträchtigen Abfälle stabil gehalten werden.

Frage: Um welche Summen geht es?

Meyn: Nach vorsichtigen Kalkulationen erzielen wir nach Abzug aller Kosten jährlich Erlöse von etwa 500 000 Euro. Diese setzen sich je zur Hälfte aus den Vermarktungsgewinnen für das Altpapier und Effizienzgewinn durch die Einführung von zwei Seitenlader-Fahrzeugen zusammen.

Frage: Arbeitet die Arge nicht wirtschaftlicher?

Meyn: Aber selbst bei höchster Wirtschaftlichkeit hätten die Bürger nichts davon, da das Unternehmen den Gewinn behält. Das ist bei der Vermarktung durch den Abfallwirtschaftsbetrieb eben anders. Entscheidend ist, dass die Qualität der Dienstleistung Altpapierentsorgung unverändert bleibt. Das gewährleistet der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt als Entsorgungsfachbetrieb uneingeschränkt.

Frage: Andererseits gehen bei den privaten Entsorgern Arbeitsplätze verloren . . .

Meyn: Ich finde es unlauter, dass die Arge, die bislang den Nutzen des Altpapiergeschäftes hatte, mit der Arbeitslosigkeit einiger ihrer Mitarbeiter droht. Jede private Firma muss sich ständig um neue Aufträge bemühen. Es ist völlig normal, dass private Betriebe mal einen Auftrag gewinnen, einen anderen verlieren. Und im Übrigen: Auch die Stadt Oldenburg schafft neue Arbeitsplätze in der Abfallwirtschaft. Bis Jahresende sechs, davon vier durch das Altpapiergeschäft.

Frage: Sie haben mit der Arge eine Beteiligungsvereinbarung geschlossen. Könnte die nicht weitergeführt werden?

Meyn: Davon abgesehen, dass uns diese Vereinbarung keine nennenswerten Erlöse gebracht hat, dürften wir sie auch nicht weiter führen. Wir kämen in Konflikte mit den EU-Dienstleistungsrichtlinien und müssten eine solche Vereinbarung ausschreiben. Dann hätten sich alle interessierten Betriebe bewerben können, nicht nur die Arge, und wir hätten den Bewerber genommen, der am meisten geboten hätte.

Frage: Wenn der Abfallwirtschaftsbetrieb jährlich über 500 000 Euro zusätzlich verfügt, könnten doch die Müllgebühren sinken, oder?

Meyn: Ob wir die Müllgebühr 2014 senken können oder nicht, werden wir am Ende des Jahres wissen, wenn alle Zahlen auf dem Tisch liegen. Fest steht, dass höhere Personal-, Treibstoff- und andere Betriebskosten einen Gebührenanstieg wahrscheinlicher machen würden, wenn wir Papiererlöse und Effizienzgewinne nicht hätten. Kosten und Erlöse bei der Abfallbeseitigung gehören nicht zum städtischen Haushalt, sondern sind ein geschlossenes System. Steigen die Kosten stärker als die Erlöse, klettern die Müllgebühren nach oben – und umgekehrt.

Frage: Bald haben die Bürger zwei Papiertonnen vor der Tür. Das ist doch Unsinn.

Meyn: Ich bedauere sehr, dass es bisher keine Verständigung mit der Arge über einen reibungslosen Übergang gibt. Ich hoffe noch immer, dass die Arge einlenkt, die Sammlung zum Ende des Jahres einstellt und wir dem Bürger das Dilemma mit zwei Tonnen ersparen können. Aber der erbitterte Widerstand der Privaten zeigt letztlich nur, dass man um den Verlust hoher Gewinne fürchtet. Aber die gehören nun mal dem Bürger, davon bin ich fest überzeugt. Deshalb sollten sich die Bürger gut überlegen, wem sie ihr Altpapier überlassen.

Berlin
Sarah Connor freut sich über Baby Nummer vier

Sängerin Aus Delmenhorst
Sarah Connor freut sich über Baby Nummer vier

Mama und Papa sind „unendlich dankbar und überglücklich“, postet Connor auf Facebook. Der vierte Spross heißt Jax Llewyn.

Osnabrück
Unbekannte beschädigen auf Flucht drei Streifenwagen

Verfolgungsjagd Nahe Osnabrück
Unbekannte beschädigen auf Flucht drei Streifenwagen

Doe Polizei wollte einen Wagen kontrollieren. Dieser raste allerdings mit bis zu 150 Stundenkilometern davon.

Oldenburg
Hilfe, wie finde ich einen Tanzpartner?

Inga Tanzt Durch Oldenburg
Hilfe, wie finde ich einen Tanzpartner?

Auf der Suche nach dem perfekten Tanzkurs hat NWZ-Redakteurin Inga Wolter immer wieder von einem Problem gehört: wie schwierig es ist, einen Tanzpartner zu finden. In einem Serien-Spezial lesen Sie, wie man in Oldenburg und umzu den passenden Partner zum Walzen, Twisten und Abrocken finden kann.

Wittmund
63-Jähriger  bei Unfall mit Zug schwer verletzt

Kreis Wittmund
63-Jähriger bei Unfall mit Zug schwer verletzt

Wieder hat es an einem Bahnübergang gekracht. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, konnte die Polizei noch nicht sagen. Erst vor ein paar Tagen gab es einen ähnlichen Vorfall in Cloppenburg.

Schauspieler aus Cloppenburg zurzeit fast wöchentlich im TV

Interview Mit Markus Gertken
Schauspieler aus Cloppenburg zurzeit fast wöchentlich im TV

Heute lebt er in Berlin, aber seine Liebe zur Schauspielerei entdeckte Markus Gertken im Oldenburger Münsterland. An diesem Sonnabend ist er im ZDF zu sehen. Gertken hat NWZ-Redakteur Carsten Mensing erzählt, was ihn heute noch in die alte Heimat zieht.

Oldenburg
Zukunftsängste spielen   längst mit

Handball-Damen Des Vfl Oldenburg
Zukunftsängste spielen längst mit

„Es wird viel gemunkelt“, erklärt VfL-Spielerin Kim Birke. Dem Bundesliga-Standort Oldenburg droht 2018 das Aus, denn der Rückzug des Sponsors reißt große Lücken.

Oldenburg
Kunstpreis geht an Gerrit Frohne-Brinkmann

Junge Künstler Der Region
Kunstpreis geht an Gerrit Frohne-Brinkmann

Den Preis der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg erhält der Friesoyther in der Sparte Skulptur und Installation. Die Auszeichnung ist mit 8000 Euro dotiert.

Vom Leiden der Männer

Tabuthema Männergesundheit
Vom Leiden der Männer

Selbstüberschätzung und überholte Rollenbilder machen Männer krank. Ändern müssten sich gesellschaftliche Normen, sagt der Psychologe Thomas Altgeld im Gespräch mit NWZ-Redakteurin Lea Bernsmann. Aber nicht immer ist kranken Männern zu helfen.

Surwold/Ganderkesee
Schiff kracht gegen Brücke –  Mann aus Ganderkesee stirbt

Tödlicher Unfall Im Emsland
Schiff kracht gegen Brücke – Mann aus Ganderkesee stirbt

Das Führerhaus ist bei dem Unglück bei Surwold abgerissen worden. Ein Besatzungsmitglied steuerte das schwer beschädigte Schiff in einen Hafen. Der 60 Jahre alte Schiffsführer wurde so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus starb.