13.03.2015

Interview
Ganzer Fisch sollte glatte Haut und feste Konsistenz haben

Lars Laue
Dr. Edda Bartelt

Das Thema: Lebensmittelsicherheit Im Interview: Dr. Edda Bartelt Zur Person: Dr. Edda Barteltist beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) Leiterin des Instituts für Fische und Fischerzeugnisse in Cuxhaven. Im Interview erläutert sie, woran man frischen Fisch erkennt.

Frage: Frau Dr. Bartelt, ob Lachs, Forelle oder Karpfen: Fisch ist lecker und gesund. Deshalb sollte auf die Frische beim Fischeinkauf geachtet werden, doch woran erkenne ich, ob ein Fisch frisch ist?

Bartelt: Frischer Fisch riecht unauffällig, je nach Fischart angenehm meerfrisch. Weitere Zeichen für Frische sind unversehrte, gleichmäßig dunkelrot gefärbte Kiemen mit deutlich erkennbaren Kiemenblättchen sowie klare, nicht getrübte Augen. Außerdem sollte ein ganzer Fisch eine glatte, glänzende Haut haben und das Fischfleisch von prallelastischer, fester Konsistenz sein.

Frage: Und woher weiß ich, woher der Fisch kommt?

BARTELT: Damit der Verbraucher das an der Verkaufstheke erkennen kann, gelten in der EU einheitliche Kennzeichnungsvorschriften. Diese Vorschriften betreffen bestimmte angebotene Fischereierzeugnisse, egal ob sie frisch, gekühlt, gefroren, gesalzen, getrocknet oder geräuchert sind und ob sie aus dem Wildfang oder aus Aquakulturen stammen. Unabhängig von ihrem Ursprung oder der Absatzmethode dürfen die Fischereierzeugnisse nur dann dem Verbraucher zum Kauf angeboten werden, wenn eine angemessene Kennzeichnung oder Etikettierung erfolgt ist.

Frage: Welche Pflichtangaben müssen gemacht werden?

BARTELT: Folgende Pflichtangaben sind zu machen: Handelsbezeichnung der Art und ihr wissenschaftlicher Name, die Produktionsmethode, das Gebiet, in dem das Erzeugnis gefangen oder in Aquakultur gewonnen wurde und die Kategorie des für den Fang eingesetzten Geräts, unter bestimmten Bedingungen die Angabe, ob das Erzeugnis aufgetaut wurde, und gegebenenfalls das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Frage: Gibt es Erzeugnisse, die von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind?

BARTELT: Bei Abgabe an den Endverbraucher sind bestimmte Fischerzeugnisse wie zum Beispiel Konserven, Fischsalate oder Schlemmerfilets von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Auch kleine Mengen, die unmittelbar von Fischereifahrzeugen an den Verbraucher verkauft werden und sofern diese den Wert von 50 Euro pro Kalendertag und pro Endverbraucher nicht überschreiten, sind ausgenommen.

Dr. Edda Bartelt ist beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) Leiterin des Instituts für Fische und Fischerzeugnisse in Cuxhaven. Im Interview erläutert sie, woran man frischen Fisch erkennt.


Infos unter   www.laves.niedersachsen.de 

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