OLDENBURG, 27. Februar 2010


Pantel: Haarenesch bleibt Wohngebiet

Bebauungspläne Bürgerbeteiligung am nächsten Dienstag in der Cäcilienschule




von Klaus Fricke

Oldenburg - Am Dienstag, 2. März, wird es ab 19 Uhr in der Aula der Cäcilienschule hoch her gehen: Die Stadt informiert die Bürger über die künftigen Bebauungspläne im Haareneschviertel – und die Bürgerinitiative Innenstadtnahes Wohnen will die Gelegenheit nutzen, ihre Kritik an den Entwürfen zu erneuern.

Wie berichtet, befürchten viele Anlieger, dass das Wohnviertel aufgrund von künftigen Lärmbelastungen zum Industriegebiet ernannt werden könne. Stadtbaurat Frank- Egon Pantel hält dies für eine „abwegige Interpretation und Unterstellung“. Er versichert: „Das Haareneschviertel ist und bleibt ein Wohngebiet, und nichts anderes ist von der Verwaltung beabsichtigt. Die Kontroverse besteht im Grunde nur in der Wahl der besten rechtlichen Mittel zur Erhaltung des Charakters des Viertels und droht leider zur Rechthaberei auszuarten.“

In letzter Konsequenz lautet diese Kontroverse: einfacher Bebauungsplan (wie von der Stadt favorisiert) oder qualifizierter B-Plan (Wunsch der Bürgerinitiative). Während die erste Variante relativ viel Spielraum bei der Planung eines Bauobjektes bieten kann, steckt die zweite Variante die Möglichkeiten sehr genau ab.

Unterdessen liegt den Ratsfraktionen und der Bürgerinitiative ein aktuelles schalltechnisches Gutachten für das Haareneschviertel vor. Kurz gefasster Inhalt: Entlang der Ofener Straße, Auguststraße und Peterstraße wird es weiterhin am lautesten sein, und hohe Lärmbelastungen sind für die nördlichen Bereiche des Viertels zu erwarten, wenn der Schienenverkehr durch den Jade-Weser-Port ansteigt.

Laut der Verkehrsprognose 2015 werden auf den Gleisen Richtung Wilhelmshaven bis zu 57 Güterzüge tagsüber und 29 nachts verkehren. Zudem wird eine Steigerung auf 50 Güterzüge pro Tag von und nach Leer erwartet. Wie berichtet, sollen Lärmschutzmaßnahmen die Emissionen verringern.

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