SCHILLIG, 2. März 2010


„Region hat sich positiv entwickelt“

CDU Tagung in Schillig – Diskussion über Hafen und Afghanistan-Einsatz


DER VORSTAND DES CDU-LANDESVERBANDS OLDENBURG TRIFFT SICH EINMAL IM JAHR TRADITIONELL AN DER KÜSTE. DER JADE-WESER-PORT SEI EINE „CHANCE UND HERAUSFORDERUNG“.

VON ULRICH SCHÖNBORN

Schillig - Dass sich der Vorstand des CDU-Landesverbands Oldenburg traditionell im Upstalsboom-Hotel in Schillig zu seiner Klausurtagung trifft, liegt nicht nur an der frischen Meeresluft und dem schönen Strand, sondern auch an der zunehmenden Bedeutung der Küste für ganz Niedersachsen und Deutschland. Der Jade-Weser-Port beschäftige als „Chance und Herausforderung“ auch den CDU-Landesverband, sagte dessen Vorsitzender Franz-Josef Holzenkamp (Cloppenburg) nach der Sitzung. „Wir wollen dokumentieren, wie wichtig die Region ist und wie positiv sie sich entwickelt hat“, ergänzt der Geschäftsführer des Landesverbands, Ansgar Focke (Ganderkesee).

Eine Herausforderung des Hafenprojekts sei die Bahnanbindung, betonte der Wilhelmshavener CDU-Chef Jörn Felbier. Dabei gelte es, unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bekommen: „Wir wollen, dass die Container schnell und problemlos transportiert werden können, weiter südlich geht es entlang der Strecke vor allem um Lärmschutz“, so Felbier.

Neben der Hafenwirtschaft, der Finanzkrise und der Diskussion um den Sozialstaat (die NWZ berichtete) ging es auch um den Afghanistan-Einsatz. Es werde zu viel über Probleme und zu wenig über Erfolge diskutiert, so die CDU. Als Beispiele nannte Frieslands Kreisvorsitzender Hans-Werner Kammer den Bau von Schulen und Krankenhäusern, der auch von der Bundeswehr unterstützt werde. Die u. a. von den Linken geübte Kritik an dem Einsatz lässt Focke nicht gelten: „In Afghanistan entsteht langsam Humanität. Würden wir die Taliban gewähren lassen, müssten wir uns später die Frage gefallen lassen, warum wir der Bevölkerung nicht geholfen haben.“


 

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