Jade-Port prägt die Zukunft der Region
HOCHSCHULE Deutschlands einziger Tiefwasserhafen sorgt für reges Interesse am sechsten Oldenburger Bautag
Minister Lutz Stratmann erhält von Elmar Schreiber und Hans-Georg Oltmanns (von links) ein 3D-Modell eines Teilabschnittes des Wilhelmshavener Jade-Weser-Ports. BILD: HELMERICHS 
VON RABEA SPIRALKE
Oldenburg/Wilhelmshaven - Als eine „starke Entwicklungsregion“, bezeichnete Lutz Stratmann, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, die Region in Wilhelmshaven bei der Eröffnung des sechsten Oldenburger Bautages am Freitag. Thema war der Jade-Weser-Port, Deutschlands einziger Tiefwasserhafen.
Jährlich veranstaltet die Fachhochschule, seit September 2009 die „Jadehochschule“, gemeinsam mit dem Förderverein, den Bautag. „In diesem Jahr haben sich über hundert Teilnehmer angemeldet, das sind deutlich mehr als in den Vorjahren“, sagte Werner Fredrich, Vorsitzender des Fördervereins. Das mag am Thema liegen, denn der Jade-Weser-Port ist „absolut entscheidend für die Zukunft“, betonte Stratmann. Viele Vertreter aus regionsansässigen Unternehmen kamen zum Bautag, um sich über Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen für Großcontainerschiffe zu informieren und mit Kollegen über die Realisierung zu diskutieren.
Ende nächsten Jahres sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen sein und der Tiefwasserhafen in Betrieb genommen werden. Nach seiner Fertigstellung ist der Jade-Weser-Port dann der östlichste Tiefwasserhafen der europäischen Nordrange, zwischen Le Havre und Hamburg und eines der größten Infrastrukturvorhaben der vergangenen 50 Jahre.
Vor fünf Jahren fand der Oldenburger Bautag erstmalig statt, damals ging es „Facility Management“. „Unsere Themen für den Bautag leiten wir meist aus den vorherigen Veranstaltungen ab“, erzählte Fredrich, „der Jade-Weser-Port ist im Moment aber defintiv die größte Baustelle in der Region.“ Und um die Region geht es am Bautag. „Wir möchten Menschen aus Politik, Wirtschaft und natürlich Wissen zusammenbringen, um auch den Studierenden eine Möglichkeit zum Netzwerken geben", sagte Dr. Elmar Schreiber, Präsident der Jade Hochschule. Denn neben Vorträgen und Diskussionen, fand am Freitag auch eine Besichtigung der Baustelle in Wilhelmshaven statt, „eine gute Möglichkeit in ungezwungener Atmosphäre Kontakte zu knüpfen“, betonte Fredrich.
NWZ-Spezial: Informationen, Bilder und Videos zum Jade-Weser-Port, dem Jadeport, Jadebay und dem JadeWeserPark.
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