Elektroloks sollen zum Jade-Port rollen
Bahnstrecke Bund plant 309 Millionen
Hannover - Die Finanzierung des Bahnstreckenausbaus zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven scheint endgültig gesichert. Das Bundesverkehrsministerium will die fehlenden rund 309 Millionen Euro für die Elektrifizierung der Strecke und die Ortsumgehung Sande in den kommenden Jahren bereitstellen.
Aus dem aktuellen Entwurf des Investitionsrahmenplans 2011 bis 2015 für Verkehrsprojekte in Deutschland geht hervor, dass die Bahnstrecke zum Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven zu den „Prioritären Vorhaben“ gehört. Dieses umfasst Vorhaben mit fortgeschrittenem Planungsstand, für die bereits Baurecht vorliegt oder bis 2015 erlangt werden kann. Bisher waren nur die 180 Millionen Euro für den zweigleisigen Ausbau der Strecke gesichert.
Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) zeigte sich erfreut. „Im Entwurf sind die für Niedersachsen verkehrspolitisch zentralen Projekte abgedeckt“, sagte Bode am Donnerstag in Hannover. Die weitere Finanzierung der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven sei ebenso enthalten wie der erste Abschnitt der A 20. „Der Druck aus der Region und die ständigen Forderungen im Landtag haben sich scheinbar gelohnt“, sagte SPD-Landeschef Olaf Lies (Sande) dieser Zeitung. Für die Küstenautobahn A 20 sind 131 Millionen Euro für den Bau des vier Kilometer langen Abschnitts zwischen Bremervörde und Elm eingeplant.
Keine Mittel sind für die „Y-Trasse“ vorgesehen. Die Planungen für die Bahnstrecke zwischen Hamburg, Bremen und Hannover würden erst 2015 beginnen, hieß es zur Erklärung. Bode begrüßte, dass sich das „Nord-Süd-Gefälle“ verringert habe. „Wir in Niedersachsen sind entsprechend unserer verkehrsstrategischen Bedeutung angemessen repräsentiert.“ Die Länder können bis Ende 2012 Stellung zu dem Entwurf nehmen.
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