Jade-Port ab Mai in Probebetrieb
Hafen Containerumschlag beginnt schon vor dem offiziellen Eröffnungstermin
Begeistert erkunden Logistikexperten den Wilhelmshavener Jade-Weser-Port am Schiffssimulatpr. BILD: Björn Lübbe 
von Jürgen Westerhoff
Wilhelmshaven - Der Wilhelmshavener Tiefwasser-Containerhafen Jade-Weser-Port wird bereits drei Monate vor dem offiziellen Eröffnungstermin in den Probetrieb gehen. Schon ab Mai werden dort erste Container umgeschlagen, teilte Dr. Jan Miller, verantwortlicher Geschäftsführer für die Vermarktung der Logistikflächen, am Donnerstag auf einem Regionalkongress in Wilhelmshaven mit.
270 Logistikexperten diskutierten über neue Herausforderungen der Branche, die sich von dem neuen Nordseehafen viel verspricht. Inhaltlicher Schwerpunkt der von der Metropolregion Bremen-Oldenburg organisierten Regionalkonferenz waren Fragen des Umweltschutzes wie Reduzierung von Schadstoffbelastungen sowie die bessere Nutzung von Energie.
„Die Zeit der Sonntagsreden in der grünen Logistik ist vorbei“, unterstrich IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Peters (Oldenburg) in seiner Begrüßung. Die Vorgaben der EU seien eine großer Herausforderung. Im Zusammenhang mit der Hinterlandanbindung des neuen Hafens forderte Peters, sich „mit Nachdruck“ dafür einzusetzen, dass die Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven elektrifiziert „und vor allem durchgängig mit Lärmschutz versehen wird“.
Die wachsende Bedeutung des Umweltschutzes in der Logistik erläuterte Professor Dr. Josef Decker von der Hochschule für Internationale Wirtschaft und Logistik in Bremen. Decker unterstrich die Notwendigkeit eines Perspektivenwechsels. Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung müssten in Einklang gebracht werden. Dafür seien Politik, Wirtschaft und Verbraucher verantwortlich.
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Für den künftigen Betreiber des Jade-Ports erläuterte Eurogate-Vertreterin Hanna Pötter die umweltpolitischen Ziele: Bis 2020 solle der Energieverbrauch pro Container um 20 Prozent und der Schadstoffausstoß um 25 Prozent gesenkt werden. Helmut Frank, Vorstand der Acos-Gruppe, die Container auf Straße, Schiene und Wasser transportiert, appellierte an die Politik, mehr Praktiker an der Planung zu beteiligen. Nur so könne es vernünftige Rahmenbedingungen geben.
- Vier der 88 Meter hohen Containerbrücke stehen am Jade-Weser-Port an ihrem Platz, zwei weitere sind von dem chinesischen Frachtschiff abgeladen, das seit Anfang der Woche an der Kaimauer liegt. Mit Hochdruck wird am Bau einer Betonmauer tief unten im Meer gearbeitet, um die an vielen Stellen gerissene Spundwand zu sichern.mehr
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Bis dahin würden weitere 150 Meter der Kaje von der Realisierungsgesellschaft übergeben, sagte der.mehr
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