Varel ahoi
Karneval Kinder feiern
von Christoph Koopmeiners
Varel - Die Kindergarde ist längst den Kinderschuhen entwachsen. „Die Kindergarde ist fast so alt wie die Karnevalsgemeinschaft“, weiß Trainerin Tomke Popken (40), die als Mädchen selbst dort getanzt hat. Die Minigarde gab es damals noch nicht. Beide Garden treten beim Kinderkarneval am Sonntag im „Tivoli“ auf.
15 Mädchen im Alter von fünf bis neun Jahren tanzen in der Minigarde, in der Kindergarde (9 bis 13) sind es sogar 21 Mädchen – und ein Junge. Stefan Kerber ist seit Jahren dabei. Ansonsten gibt es nur noch einen Jungen in der Prinzengarde. „Jungs haben wohl andere Hobbys als Tanzen“, meint Popken. Sie ist froh, Stefan in ihren Reihen zu haben, der mit Rieke Rabold seit einigen Jahren das Tanzpaar der Kindergarde bildet.
Im Gegensatz zur Minigarde gibt es in der Kindergarde nicht nur das Tanzpaar, sondern auch ein Mariechen. Das verkörpert seit Jahren Mayra Freiheit. „Das Mariechen muss nicht nur gut tanzen können“, erklärt Popken, „sondern auch Ausstrahlung haben. Wie lenke ich die Aufmerksamkeit auf mich? Wie nehme ich das Publikum mit?“ Dafür gibt es mit den Trainerinnen Tomke Popken und Gitte Meyer (35) auch Extra-Training. Das gilt übrigens auch für das Tanzpaar; denn sie stehen noch mehr im Rampenlicht als die Garde mit 15 bis 20 Kindern.
Das Tanzen ist für Tomke Popken echter Sport. „Am Anfang des Trainings ist das Aufwärmen sehr wichtig. Wir starten mit Gymnastik und machen mit leichten Tanzschritten ohne Musik weiter.“ Erst danach würden der Gardetanz und der Showtanz Schritt für Schritt geprobt.
Nachwuchssorgen gibt es bei der Mini- und Kindergarde nicht. „22 Kinder in der Kindergarde sind das Maximum. Mehr Uniformen haben wir nicht“, so Popken. Bei vielen Kindern sei es neben dem Tanzen die Uniform, die reize, in den Garden mitzumachen. „Es ist aber auch die Gemeinschaft und der Applaus, etwas geschafft zu haben, der die Tänzerinnen begeistert.“
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