Für den Umzug fehlen die Möbel
Kindergarten Fülle von Spenden erreichen Kirchengemeinde – Unternehmen und Bürger großzügig
Unbeschwert spielen Kinder im Provisorium, in das der katholische Kindergarten nach der Brandkatastrophe gezogen ist. BILD: Hans Begerow 
von Hans Begerow
Varel - Eine Welle der Hilfsbereitschaft hat den katholischen Kindergarten in Varel erreicht, der in der Nacht zu Mittwoch vollständig ausgebrannt ist. „Es kommen richtig viele Spenden an. Es ist toll. Ich staune“, sagte Pfarrer Manfred Janßen. Und noch eine gute Nachricht: Das Archiv der Kirchengemeinde, das im Keller des Kindergartens untergebracht war, konnte gerettet werden. Es wurde am Freitag von einer Spezialfirma abtransportiert und an einen sicheren Ort gebracht.
Zu den Spendern, die den Kindergarten unterstützen, zählt Firma Brillen Babatz. Inhaberin Wiebke Babatz sagte am Donnerstag spontan eine Spende von 1000 Euro zu. 500 Euro brachte auch die Landessparkasse zu Oldenburg vorbei, 1000 Euro überreichten am Freitag Heinz-Peter Boyken, Egbert Jackenkroll und Ralf Rohde für die Wählergemeinschaft Zukunft Varel.
Weitere Unterstützung kam von einem Schausteller, der Popcorn für die Kinder vorbeibringen wollte, die Handballerinnen des VfL Oldenburg wollen eine Versteigerung organisieren, der Förderkreis der Dorfgemeinschaft Büppel will sich engagieren. Weihbischof Heinrich Timmerevers erkundigte sich aus der Kur nach dem Wohlergehen in Varel, eine große Solidarität bekam Pfarrer Janßen von evangelischen Amtsbrüdern. Ein Dank gebühre dem Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, der sich noch in der Brandnacht eingeschaltet hatte, der Polizei und der Feuerwehr, sagte Janßen.
Im provisorischen Kindergarten im Pfarrheim wird die Betreuung der Kinder noch einige Tage fortgesetzt. Kindergartenleiterin Gabriele Schmidt teilte mit, dass die Räume am Seilerweg ab 1. Februar zur Verfügung stehen. Tische und Stühle kommen aus dem evangelischen Kindergarten in Bockhorn. Es fehlt aber noch an Regalen für Bücher und Spielzeug , eine Garderobe und ein Schuhregal. Auch fehlt es an Teppichen, denn die Räume der Volkshochschule haben einen Fußboden aus Linoleum. Diese Einrichtungsgegenstände müssen angeschafft werden.
Kindergartenleiterin Gabriele Schmidt schätzt, dass es eine Woche dauert, bis die Räume für den Bedarf der Kinder hergerichtet sind. Drei Gruppenräume gibt es im Untergeschoss der ehemaligen katholischen Schule, dazu eine Küche und einen Gruppenraum. Draußen soll ein kleiner Spielplatz mit Sandkiste, Schaukel und Rutsche abgetrennt werden.
Am Montag soll ein runder Tisch mit der Stadt und dem Kindergartenträger stattfinden. Dann geht es um die Zukunft des Kindergartens. „Ich möchte gerne einen neuen Kindergarten bauen“, sagte Pfarrer Janßen. Gespräche dazu hat es auch schon mit dem Bischöflichen Offizialat und dessen Finanzdirektor August Dasenbrock gegeben.
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