Diese Kinder singen trotzdem
Brandkatastrophe Fachausschuss informiert sich über Wiederaufbau
Der Liedermacher Helmut Meier gastierte am Dienstag bei den Kindern des katholischen Kindergartens im Pfarrheim Alte Kirche.Organisiert hatte den Auftritt Ratsherr Djure Meinen. BILD: Hans Begerow 
von Hans Begerow
Varel - Ein Runder Tisch mit Vertretern des Bischöflichen Offizialats aus Vechta, der katholischen Kirchengemeinde und der Stadt Varel soll alle Fragen hinsichtlich des Neubaus des katholischen Kindergartens klären. Dafür plädierten die Mitglieder des Sozialausschusses der Stadt, die sich am Dienstag zu einer außerordentlichen Sitzung trafen. Die Sitzung leitete in Vertretung für Heinz-Peter Boyken (Zukunft Varel) ZV-Ratsfrau Maren-Susan Toepler. Einziger Tagesordnungspunkt war der katholische Kindergarten, der in der Nacht zu Mittwoch, 25. Januar, niedergebrannt war (die NWZ berichtete).
Pfarrer Manfred Janßen und Kindergartenleiterin Gabriele Schmidt dankten noch einmal allen Bürgern, die den Kindergarten durch Spenden oder Hilfsleistungen unterstützt haben. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, sagte Gabriele Schmidt. Auch Pfarrer Manfred Janßen nutzte die Gelegenheit, um den Vareler Bürgern, der Verwaltung, den Geschäftsleuten und zahlreichen Helfern bei Feuerwehr und Polizei Dank zu sagen. „Wir werden bis Anfang nächster Woche im Pfarrheim bleiben“, sagte die Kindergartenleiterin. Dann stehen die Räume im Ausweichquartier Seilerweg zur Verfügung.
VHS zieht um
Die Volkshochschule (VHS) Friesland-Wittmund wird aus dem Gebäude am Seilerweg in die leerstehenden Seminarräume an der Neumühlenstraße/Gartenstraße (früher Zuchgan) ziehen, die zuletzt das Bildungswerk der Niedersächsische Wirtschaft (BNW) genutzt hatte. Die Stadt hatte auch die Räume der Meischen-Stiftung (früher Kreishandwerkerschaft) angeboten.
Kinder fühlen sich wohl
Pfarrer Janßen erläuterte, dass noch am Tag des Brandes ein Runder Tisch mit Vertretern des Offizialats, der Kirchengemeinde und der Stadt getagt hatte. Er versuche die Interessen der verschiedenen Seiten zu klären. „Wir wollen uns Zeit lassen und Fragezeichen abarbeiten“, hält Janßen es für zu früh, über Standorte zu debattieren. Davor warnten auch Rudi Böcker (BBV), Karl-Heinz Funke (ZV) und Hergen Eilers (CDU). Das Grundstück, auf dem der Kindergarten stand, gehört dem Krankenhaus und wurde dem Kindergarten 1973 im Zuge des Erbbaurechts für 99 Jahre verpachtet.
„Die Kinder sind gut untergebracht, sie fühlen sich wohl, und ich habe auch von den Eltern keine Klagen gehört“, sagte Janßen. CDU-Fraktionsvorsitzender Hergen Eilers sieht eine stärkere Dynamik bei der Debatte um die Zukunft der Kinderbetreuung in Varel. Man müsse eine gute Lösung finden über den kurzfristigen Bedarf hinaus. Die Bereitschaft im Rat so einen Weg zu unterstützen sei groß, so Eilers. Karl-Heinz Funke (ZV) meinte, dass in der Standortfrage zunächst der Grundstückeigentümer das Wort habe.
Am Morgen hatte auf Initiative von Grünen-Fraktionssprecher Djure Meinen Helmut Meier im Kindergarten (Alte Kirche) gesungen. Er hofft darauf, dass die Ratsmitglieder sich mit einer Umlage von jeweils 20 Euro an dem Auftritt beteiligen.
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