VAREL, 7. Februar 2012


Kamera filmt Vareler Brandstifter

Feuerserie Tatverdächtiger gesteht Anschlag auf katholischen Kindergarten


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Bei einem Brandanschlag auf einen Transporter – hier Feuerwehrleute beim Löschen – sind die Täter gefilmt worden. So kamen die Ermittler ihnen auf die Spur. BILD: Feuerwehr  Bild vergrößern

Der 23-Jährige hat die Tat gestanden. Auch den städtischen Kindergarten wollte er anzünden, um seine Spuren zu verwischen.

Varel - Ermittlungserfolg für die Polizei: Ein 23-jähriger Vareler hat gestanden, den katholischen Kindergarten in Varel in Brand gesteckt zu haben. Der Mann befindet sich bereits in Haft. Untersuchungshaft wurde auch gegen seine 22-jährige Ehefrau angeordnet. Sie soll ihrem Mann geholfen haben, einen Transporter in Brand zu setzen, den sie zuvor in Varel gestohlen hatten. Dabei waren die beiden von einer Kamera des Verbrauchermarktes gefilmt worden, was der Polizei eine Identifizierung der Täter ermöglichte.

Beide gestanden die Brandstiftung an dem Fahrzeug, der 23-Jährige darüber hinaus eine Reihe weiterer Straftaten, darunter der Brandanschlag auf den katholischen Kindergarten und die versuchte Brandstiftung im städtischen Kindergarten. Der Mann war in beide Einrichtungen eingebrochen. Um Spuren zu verwischen, hatte er dann Feuer gelegt.



Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner zeigte sich erleichtert, „dass wir dieses Gespenst aus der Stadt haben“. Der katholische Kindergarten war komplett zerstört worden, im städtischen blieb es bei Sachschaden. Die Kinder des katholischen Kindergartens ziehen unterdessen an diesem Dienstag in ihr Ausweichquartier am Seilerweg. Dort hatten Musikschule und Kreisvolkshochschule dem Kindergarten Räume überlassen.

Der 23-Jährige und seine Ehefrau sind keine Unbekannten bei Polizei und Justiz. Schon einmal hatte der 23-Jährige ein Auto angesteckt, um Spuren einer Straftat zu verdecken. Damals war er zu einer Jugendstrafe verurteilt worden, die er auch teilweise in der Jugendanstalt Hameln verbüßte.

Seine Ehefrau war wegen Beteiligung an dieser Straftat zu einer Jugendstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden.

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Seit seinem 16. Lebensjahr ist der 23-Jährige oft mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Er musste sich wegen verschiedener Diebstähle, Fahrens ohne Führerschein, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und wegen Sachbeschädigung verantworten – da hatte er als Jugendlicher eine Papiertonne angezündet.




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