International Kohl getafelt
Das Kurfürsten-Kollegium: (v.l.) Werner Brinker, Franz Thole, Achim Kassow, Ludger Abeln, Hartmut Möllring, Heinrich Engelken, Martin Grapentin und Felix Thalmann BILD: von Reeken 
So viele internationale Gäste wie nie zuvor saßen an den Tischen in der Berliner Niedersachsen-Vertretung: Aus Südafrika waren Botschaftsrätin Andrea Kühn, die Bürgermeisterin von Buffalo City Zukiswa Ncitha vertreten und Oldenburg-Vineyards-Chef Adrian Vanderspuy. Stammgäste sind der kroatische Botschafter Miro Kovac und der Gesandte der Volksrepublik China, Li Nianping. Aus Groningen kam Burgemeester Peter Rehwinkel, „ein guter Freund“, so Schwandner.
Einstimmig entschied sich das Kurfürsten-Kollegium für den neuen Kohlkönig EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger. In dem hochmögenden Gremium berieten unter der Leitung von Vorsitzendem Ludger Abeln Niedersachsen Finanzminister Hartmut Möllring, Werner Brinker (EWE), Heinrich Engelken (Bremer Landesbank), Martin Grapentin (Landessparkasse zu Oldenburg), Achim Kassow (Oldenburgische Landesbank), Felix Thalmann (Neumüller CeWe-Color-Stiftung) und Franz Thole (Öffentliche Versicherungen). Zuvor hatte Philipp Rösler festgestellt, dass es bei den 55 Majestäten nur fünf Frauen gegeben hatte. Er schlug vor, Italiens Ex-Präsident Silvio Berlusconi in das Wahlgremium zu berufen. „Der versteht es ja, Frauen in die Politik zu holen.“
Der Zugbegleiter im ICE 650 staunte am Dienstagvormittag: „Was ist in Oldenburg los? 80 Prozent der Reisenden fahren heute nach Oldenburg?“ Er wurde dann aufgeklärt über die Sitten beim Kohl-Äten.
Geld wurde auch gesammelt – 30 585 Euro kamen fürs Schlaue Haus zusammen. „Damit wird das Programm zum Start finanziert“, erklärte Geschäftsführer Olaf Klaukien.
- Für den scheidenden Kohlkönig Philipp Rösler war das 55. Gröönkohl-Äten bisweilen eine bittere Pille. Zum einen musste er nach einem Jahr die Kohlpalme weiterreichen. Zum anderen holte die FDP bei der Verteilung der politischen Witze eine Prozentquote, die im krassen Gegensatz zu den aktuellen Prozentchen der Partei stand.mehr
- Theodor Heuss war zwar nie Kohlkönig. Trotzdem gilt der erste Bundespräsident indirekt als Vater des Kohlessens. Denn Heuss hatte keine Lust, den Einladungen nach Oldenburg zu folgen. Wenn das Völkchen aus dem Nordwesten was von ihm wollte, dann könne es ja nach Bonn in die Hauptstadt kommen.mehr
- Das Oldenburger Kohlvolk hat einen neuen König: EU-Kommissar Günther Oettinger übernahm am Montagabend in der Berliner Niedersachsenvertretung beim 55. Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten vor 350 prominenten Gästen das Zepter von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).mehr
- Philipp Rösler dankt ab - zumindest als Grünkohlkönig. Der Wirtschaftsminister gab seinen Titel als Kohlmajestät am Montagabend traditionsgemäß nach einem Jahr ab. Als seinen Nachfolger wählte das Kurfürsten-Kollegium der Stadt Oldenburg den.mehr
- Oldenburger Grünkohl als regionale Spezialität ist in Berlin gefragter denn je. Internationales Publikum hat sich am Montag, 16. Januar, zum 55. „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ angesagt. Gäste aus China, Südafrika und Kroatien werden ebenso an den Tischen sitzen wie Prominenz aus Wirtschaft, Politik, Kultur und dem öffentlichen Leben aus Berlin und Hannover.mehr


