23.04.2013

Meinung
Billig

Welttag des Buches

Reinhard Tschapke
 
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Reinhard Tschapke

Die Globalisierung des Buchmarkts hat längst eingesetzt, und tatsächlich müssen sich deutschsprachige Schriftsteller mit feiner Konkurrenz aus Amerika oder zunehmend Asien abfinden. Einige Verlage haben sich sogar darauf konzentriert, nur Übersetzungen vom US-Markt zu befördern, zur Freude der Leser. Auch in diesem Sinne ist der Markt international schön aufgemischt. Doch darf dabei eines nicht auf der Strecke bleiben: die Pflege der deutschsprachigen Literatur.

Was nützen die vielen Buchpreise, was die Autorenstipendien im deutschsprachigen Raum (so dass es unmöglich geworden ist, als Talent unerkannt zu bleiben), wenn die naturgemäß kommerziellen Verlage ihre Lektorate verkleinern oder auslagern? Manuskripte sichtet man nur noch sehr grob, mit Autoren wird kaum noch intensiv gearbeitet. Schnell und billig muss produziert werden. Das sei eben der Lauf der Dinge? Wir protestieren. Der Welttag des Buches ist schön. Gute Verlagsarbeit wäre besser.


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