22.04.2013

Meinung
Druck auf Täter

Debatte um Videoüberwachung

Ulrich Schönborn
 
Bild Ulrich Schönborn
Ulrich Schönborn

In nur wenigen Stunden wurden die mutmaßlichen Attentäter von Boston identifiziert. Dass die Auswertung zahlreicher Videos vom Tatort zum schnellen Fahndungserfolg beitrug, ist ohne Zweifel ein gutes Argument für die nun auch in Deutschland wieder diskutierte Videoüberwachung im öffentlichen Raum.

Videoüberwachung kann skrupellose Anschläge zwar nicht verhindern. Sie kann die Arbeit der Ermittler aber erleichtern und enormen Druck auf die Täter ausüben.

So lange nicht heimlich gefilmt wird, die Auswertung der Bilder im öffentlichen Interesse liegt und Kameras nicht aus politischem Populismus, sondern als Ergebnis fundierter Gefährdungsanalysen installiert werden, überwiegen die Vorteile. Wir leben längst in einer Welt, in der auch private Bildaufnahmen dank Smartphones und Internet allgegenwärtig sind. Wer sich Sorgen um Datenschutz und Persönlichkeitsrechte macht, sollte hier ansetzen und nicht bei der Sicherheitstechnik an öffentlichen Plätzen.


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