14.01.2016

Meinung
Ende der Euphorie

Wolfsangriff

Alexander Will
 
Bild Alexander Will
Alexander Will

Die Informationspolitik des Umweltministeriums ist ein schlechter Witz. Dort geht es scheinbar wie bei der Kölner Polizei zu: Was nicht sein darf, das nicht sein kann. Während dem grünen Minister Smog-Meldungen aus Rom und Mailand eine Pressemitteilung wert sind, sollten besorgniserregende Entwicklungen in Sachen Wolf wohl verschwiegen werden. Gab es da die Angst, dass diese Informationen „die Bevölkerung verunsichern könnten“, wie jüngst Innenminister Thomas de Maizière seine Informationsverweigerung rechtfertigte?

Verunsicherung ist allerdings mehr als angebracht. Wenn es wirklich Wölfe waren, die da vor zwei Wochen einen Jogger angegriffen haben, dann zeigt das ein völlig untypisches, potenziell gefährliches Verhalten, vor dem allerdings Kritiker der Wolfseuphorie immer gewarnt haben. Isegrim verliert seine Scheu vor dem Menschen, weil er von den Zweibeinern nichts zu befürchten hat. Das kann durchaus zu schwerwiegenderen Ereignissen führen als einer Verletzung an der Hand. Was es jetzt braucht, ist Pragmatismus statt verbohrter ideologischer Verblendung. Das bedeutet, dass es möglich sein muss, einen Wolf auch abzuschießen, wenn es die Lage erfordert.


Den Autor erreichen Sie unter 

Leserkommentare

Kommentieren Sie diesen Artikel
  sylvia.stotzem 14.01.2016, 15:28:19
Sehr geehrter Herr Dr. Will,

vielleicht sollten sich mal die Mühe machen und sich etwas besser über Wölfe aufklären lassen.
Ich denke, wenn Sie dieses getan hätte, hätte Ihr Bericht anders ausgesehen.
Es gibt verschiedene Anlaufstellen, wo man Hilfe erhalten kann und dieses Gratis

https://www.facebook.com/groups/465394720523/
Schützt die Wölfe in Deutschland

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/index.html
NABU



Grüße aus dem Westerwald
  hardygross 14.01.2016, 09:57:54
Tja, Herr Dr. Will
Da würde ich doch glatt mal behaupten, dass das einer Ihrer wahrscheinlich schlechtesten Kommentare hier ist.
Lesen Sie bitte doch mal in Ruhe die Welt, den Spiegel und die restlichen Presseberichte durch.
Überall steht doch ganz klar, dass selbst das """Opfer""" ganz klar aussagt, dass er sich nur erschrocken hatte weil er mit Kopfhörer am joggen war.
Dass überhaupt kein Angriff in irgendeiner Form vorlag.
Dass einer der beiden Jungwölfe (!) wahrscheinlich nur spielen wollte.
Dass er sich die Verletzung nur deswegen zuzog, weil er die Hand erschrocken zurückgezogen hatte.
Und Sie fordern daraufhin hier den Abschuss von Wölfen wegen nichts???
Aus meiner Sicht ein ganz, ganz, ganz schwacher Artikel von Ihnen, der der ganzen Diskussion um Wölfe in Deutschland auch nicht wirklich hilft, sondern völlig grundlos anheizt.

Hardy Groß, Friesoythe

Über den Autor

Dr. Alexander Will

Leiter Newsdesk
Politikredaktion
Tel.: 0441 9988 2092
Fax: 0441 9988 2029

Artikel

Meinungen

Sicherheitsdebatte

Albtraum

von Andreas Herholz, Büro Berlin
Andreas Herholz, Büro Berlin
Andreas Herholz, Büro Berlin

Urteil zu Streik am Flughafen

Formalität

von Rüdiger Zu Klampen
Rüdiger Zu Klampen
Rüdiger Zu Klampen

Rente

Kurzsichtig

von Rasmus Buchsteiner, Büro Berlin
Rasmus Buchsteiner, Büro Berlin
Rasmus Buchsteiner, Büro Berlin

Waffengesetz und Sicherheit

Untauglich

von Alexander Will
Alexander Will
Alexander Will

Brüssel gegen VW

Überraschend

von Detlef Drewes, Büro Brüssel
Detlef Drewes, Büro Brüssel
Detlef Drewes, Büro Brüssel

Nach Münchner Schreckensnacht

Folgerungen

von Rolf Seelheim
Rolf Seelheim
Rolf Seelheim

Us-Präsidentschaftskandidat

Angst

von Friedemann Diederichs, Büro Washington
Friedemann Diederichs, Büro Washington
Friedemann Diederichs, Büro Washington

Interview

Thema: Amoklauf und Anschläge
Manuela Schwesig, Familienministerin

Karikatur

Politik auf NWZonline

article
6520acc4-b7ab-11e5-8bf8-28fde9ed7888
Ende der Euphorie
http://www.nwzonline.de/kommentare-der-redaktion/ende-der-euphorie_a_6,0,2905703527.html
..
http://www.nwzonline.de
Meinung,
Meinung

Politik

Hillary Clinton

Erste Frau macht sich auf den Weg ins Weiße Haus

Philadelphia Hillary Clinton schreibt Geschichte: Der Parteitag in Philadelphia kürt die 68-Jährige offiziell zur Präsidentschaftskandidatin – mit einem starken Mandat. Große Unterstützung bekommt sie auch von ihrem Konkurrenten Sanders.