23.04.2013

Meinung
Gewaltige Folgen

Telekom und Internet

Jörg Schürmeyer
 
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Jörg Schürmeyer

Es klingt so harmlos, was die Telekom da am Montag verkündet hat. Ab einer bestimmten Datenmenge will sie künftig auch im Festnetz die Internet-Geschwindigkeit drosseln. Doch die Folgen können gewaltig sein.

Nicht nur, dass die Telekom damit de facto die herkömmliche Flatrate abschafft und die Surf-Geschwindigkeit ab einem bestimmten Volumen auf ein Schneckentempo reduziert. Mindestens genauso schwer wiegt, dass der Konzern auch das Prinzip der Netzneutralität angreift. Die gleichberechtigte Durchleitung allen Datenverkehrs ist nicht mehr gewährleistet – denn die Begrenzung gilt nicht für bestimmte Dienste der Telekom. Stattdessen nutzt der rosa Riese seine dominante Position als Netzbetreiber aus, um Kunden auch für seine Inhalte zu gewinnen.

Wer nun aber glaubt, mit einem Wechsel des Anbieters das Problem loszuwerden, wird sich vermutlich noch wundern. Es dürfte nicht lange dauern, bis auch Mitbewerber dem Marktführer folgen werden. Kein guter Tag für die Internet-Nutzung nach heutigen Maßstäben.


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Gewaltige Folgen
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