18.04.2013

Meinung
Nur Verlierer

Opel-Aus in Bochum

Jörg Schürmeyer
 
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Nun ist das Schicksal des Opel-Werks in Bochum endgültig besiegelt. Ab 2015 werden an dem Traditionsstandort keine Autos mehr gebaut. Eine Entscheidung, die nur Verlierer hinterlässt. Zuvorderst sind hier die 3200 Mitarbeiter und die krisengebeutelte Ruhrgebietsmetropole, die nach dem Nokia-Rückzug 2008 binnen weniger Jahre den zweiten großen Arbeitgeber verliert, zu nennen.

Doch auch die Verantwortlichen bei Opel und beim Mutterkonzern GM haben im gesamten Prozess keine gute Figur gemacht. Das ständige Hin und Her um Standorte und häufige Personalwechsel ließen eine klare Strategie vermissen. Weder gelang es, mehr Fahrzeuge zu verkaufen, noch die wirtschaftliche Situation von Opel zu verbessern.

Das größte Eigentor im Fall Bochum dürfte indes Betriebsratschef Rainer Einenkel geschossen haben. Sein halsstarriges Aufbegehren gegen den Sanierungsplan hat sich als kontraproduktiv erwiesen, macht doch das Bochumer Werk nun noch früher dicht als ursprünglich geplant.


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