16.04.2013

Meinung
Peinliches Chaos

NSU-Prozess

Alexander Will
 
Bild Alexander Will
Alexander Will

Die Münchener Richter haben es geschafft, die Vorbereitungen für das wichtigste Verfahren des Jahrzehnts zu einer chaotischen Posse verkommen zu lassen. Zunächst wurden verschiedene Medien unterschiedlich schnell über das Akkreditierungsverfahren informiert. Dann hielt man stur am Ausschluss ausländischer Journalisten fest, bis das Verfassungsgericht eingriff. Und nun wird schließlich das Anmeldeverfahren ganz neu gestartet.

Das aber hatte das Bundesverfassungsgericht gar nicht gefordert. Am leichtesten wäre es also gewesen, einige Plätze des allgemeinen Zuschauerkontingentes für türkische Journalisten zu reservieren. Das Gericht treibt wohl die Angst, Gründe für eine Revision des Urteils zu liefern. Die Verwirrung wird dadurch allerdings noch schlimmer. Wenn jetzt nämlich Journalisten ausgeschlossen werden, die bereits akkreditiert waren, gibt es neuen Ärger. Die entsprechenden Schriftsätze dürften bereits formuliert sein. All das Chaos wegen dreier Sitzplätze. Man könnte lachen, wenn die Sache nicht so traurig und peinlich wäre.


Den Autor erreichen Sie unter 

Leserkommentare

Kommentieren Sie diesen Artikel
Liebe Leserin, lieber Leser,

momentan steht Ihnen die Kommentarfunktion auf NWZonline.de nicht zur Verfügung. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

- Das Team von NWZonline

Das könnte Sie auch interessieren

Über den Autor

Dr. Alexander Will

Leiter Newsdesk
Politikredaktion
Tel.: 0441 9988 2092
Fax: 0441 9988 2029

Artikel

Meinungen

Edathy und die SPD

Nur noch peinlich

von Gunars Reichenbachs, Büro Hannover
Gunars Reichenbachs, Büro Hannover
Gunars Reichenbachs, Büro Hannover

Abkommen zu Syrien

Problem Assad

von Herman Gröblinghoff
Herman Gröblinghoff

Deutsch-polnisches Verhältnis

Ohne Affront

von Andreas Herholz, Büro Berlin
Andreas Herholz, Büro Berlin
Andreas Herholz, Büro Berlin

Nato-Einsatz gegen Schlepper

Abschreckung

von Detlef Drewes, Büro Brüssel
Detlef Drewes, Büro Brüssel
Detlef Drewes, Büro Brüssel

Kompromiss beim Asylpaket II

Gesichtswahrung

von Rasmus Buchsteiner, Büro Berlin
Rasmus Buchsteiner, Büro Berlin
Rasmus Buchsteiner, Büro Berlin

Schulversager

Früh fördern

von Rasmus Buchsteiner, Büro Berlin
Rasmus Buchsteiner, Büro Berlin
Rasmus Buchsteiner, Büro Berlin

Geplante Pflegekammer

Papiertiger

von Gunars Reichenbachs, Büro Hannover
Gunars Reichenbachs, Büro Hannover
Gunars Reichenbachs, Büro Hannover

Interview

Thema: Flüchtlinge
Gerd Landsberg, Städte- und Gemeindebund

Karikatur

Politik auf NWZonline

article
69a0b2e8-a2b5-11e2-9f75-838c2168fd02
Peinliches Chaos
http://www.nwzonline.de/kommentare-der-redaktion/peinliches-chaos_a_5,1,368037073.html
..
http://www.nwzonline.de
Meinung,
Meinung

Politik

Gesetzentwurf Der Landesregierung

Bessere Förderung für jugendliche Straftäter

Hannover Nach einem Aufenthalt im Jugendarrest werden zwei Drittel der Jugendlichen rückfällig. Um die hohe Quote zu verringern, sollen die jungen Menschen besser gefördert und pädagogisch betreut werden. Der Landtag will am Mittwoch ein entsprechendes Gesetz beschließen.

Oberster Us-Richter Gestorben Kaum tot – und schon gibt’s Streit

Greenville Auch die TV-Debatte der Republikaner wird vom plötzlichen Tod des Obersten Richters Scalia überschattet. Fast alle Kandidaten wollen nicht, dass Obama einen Nachfolger nominiert. Das solle lieber der nächste Präsident machen. Hillary Clinton widerspricht vehement.

Zerstörung Vor 71 Jahren Dresden blickt zurück

Dresden Dresden macht heute vor allem durch die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung Schlagzeilen. Diese spielte diesmal auch beim jährlichen Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg eine Rolle.