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Krach vermeiden und entspannen - Das hilft gegen Lärmstress

Roßlau (dpa/tmn) - Lärm ist überall. Schädlich ist meist nicht der laute Krach, der bei Bauarbeiten entsteht. Es ist eher der Straßenverkehr, der auf Dauer krank machen kann. Wer ständig von solchen Schallquellen umgeben ist, sollte sich deshalb davor schützen.

Viele Menschen erleben die absolute Stille höchstens noch mit der Hilfe von Ohrstöpseln: Irgendwo klingelt fast immer ein Handy oder es dudelt Musik. Und über all das legt sich vielerorts das Brummen des nie endenden Straßenverkehrs. Diese Geräuschkulisse kann auf Dauer krank machen. Auf die Folgen solch dauerhafter Lärmbelastung will die Aktion «Tag gegen Lärm» am 30. April aufmerksam machen.

«Lärm kann Bluthochdruck verursachen und in der Folge Herzinfarkte und Schlaganfälle auslösen», warnt Thomas Myck, Leiter des Fachgebiets Lärmminderung beim Umweltbundesamt (UBA) in Dessau-Roßlau. Problematisch sei schon ein Dauerpegel, der so laut ist wie eine normale Unterhaltung. «Dann schüttet der Körper die Stresshormone Noradrenalin und Cortisol aus. Das wiederum führt auf lange Sicht zum erhöhten Blutdruck», sagt Myck.

Auch wenn die Beschallung nicht zwangsläufig zu körperlichen Erkrankungen führen muss, kann sie der Psyche zusetzen: Konzentrationsprobleme, Gereiztheit und Nervosität können die Folge sein. Vor allem Verkehrslärm empfinden viele Bundesbürger als sehr störend. Laut einer UBA-Umfrage fühlt sich mehr als die Hälfte vom Straßenlärm belästigt. Rund ein Fünftel der Befragten stört der Schienenverkehrslärm.

Bei Straßenlärm sei das Problem, dass er allgegenwärtig ist, erläutert Michael Jäcker-Cüppers, Vorsitzender des Arbeitsrings Lärm (ALD) der Deutschen Gesellschaft für Akustik (Dega), die den «Tag gegen Lärm» in Deutschland initiiert hat. Züge dagegen machen zwar nicht permanent Krach, können aber die Lautstärke eines Presslufthammers erreichen, wenn sie vorüberdonnern und jemand in Gleisnähe steht oder wohnt.

Wer an einer stark befahrenen Straße oder an einer Bahnstrecke wohnt, sollte daher das Schlafzimmer zum Hinterhof wählen, rät Jäcker-Cüppers. Wenn das nicht möglich ist, sollten die Bewohner in jedem Fall bei geschlossenem Fenster schlafen. «Denn die Verkehrsgeräusche wirken auch in der Nacht auf uns ein. Der Schlaf ist dann weniger erholsam, langfristig sind gesundheitliche Schäden die Folge», erklärt er. In lauter Umgebung sollten Anwohner sich außerdem öfter Ruhephasen gönnen, etwa durch regelmäßige Pausen in leiser Umgebung.

Da Flucht nicht immer möglich ist, müssen durch Lärm ausgeschüttete Stresshormone im Körper irgendwie anders abgebaut werden - durch Sport etwa oder Entspannung. «Yoga und Autogenes Training sowie andere Entspannungsverfahren können helfen, die hohe Stressbelastung zum Beispiel bei Dauerlärm, zu senken», erklärt Björn Husmann von der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren (DG-E).

Yoga sei generell gut, um zu lernen, Stress gelassen zu begegnen. «Im Grunde fügt man dem Körper bei manchen Übungen leichte Schmerzen zu und lernt dann, damit meditativ umzugehen», erklärt Husmann das Prinzip. Eine Übung für Anfänger könne sein, bei durchgestreckten Beinen mit den Händen die Fußspitzen zu berühren. «Wenn Sie nun bewusst in die Dehnung hineinatmen, um sich zu entspannen, lernen Sie auch, unangenehme Aspekte wie Dehnungsschmerz innerlich zu akzeptieren. Das lässt sich dann auch auf Lärm übertragen», sagt der Diplom-Psychologe.

Entspannungstechniken wie Autogenes Training sollten aber schon vor akuten Stressphasen eingeübt werden, rät Husmann. Dann seien sie am wirkungsvollsten. «Wer regelmäßig Yoga oder Autogenes Training macht, lässt störende Geräusche gar nicht so stark an sich heran.»

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