So bunt wird der 404. Kramermarkt
Volksfest Los geht’s Freitag – 260 Geschäfte
Jeder Handgriff sitzt beim Kramermarkt: Am Karussell „Krake“ wird eifrig und konzentriert gearbeitet. BILD: Torsten von Reeken 
von Klaus Fricke
Oldenburg - Neben der Weser-Ems-Halle geht es rund. Das emsige Treiben ist allerdings nicht gleichzusetzen mit dem Trubel, der an diesem Freitag einsetzen wird: Der 404. Kramermarkt, eines der größten Volksfeste in Norddeutschland, steht unmittelbar vor der Eröffnung. Klar, dass die Handwerker und Aufbauhelfer noch mächtig schrauben und zimmern an den über 260 Buden. Bevor sich die Traumkulisse mit tausenden bunten Lampen und einzigartigen Geräuschen und Gerüchen präsentieren kann, muss viel Schweiß fließen.
„Für uns ist klar: Nicht wir feiern hier ein Fest, sondern die Stadt und ihre Bürger feiern – wir sind nur die Ausrichter“, rückt Michael Hempen, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, die Ausgangsposition zurecht, von der aus der große Trubel bis zum 9. Oktober startet. Der Schausteller als Dienstleister? „Genau“, weswegen er auch stolz darauf ist, sein nagelneues „Big Bamboo“, ein abenteuerliches „Fahrgeschäft zum Selbergehen“, nach Probeläufen auf anderen Volksfesten hier in Oldenburg vorzustellen.
„Der Kramermarkt ist unser Heimspiel, auf das wir uns das ganze Jahr freuen“, konstatiert Schausteller Helmut Mondorf. „Da arbeiten wir mit noch mehr Herzblut als anderswo.“
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Die allgemeine Hektik und Vorfreude haben auch Marktmeister Thomas Wenzel gepackt. Zugleich strahlt er viel Ruhe aus: „Die Aufstellung der so unterschiedlich großen Geschäfte ist lange klar, wie üblich sollen sie sich in bunter Reihe abwechseln.“ Im Grunde ist die Struktur des Marktaufbaus der der Vorjahre ähnlich – mit einer Änderung: Die Wildwasserbahn wird auf höherem Gelände aufgebaut, dafür steht die Achterbahn in der Senke hinter der Weser-Ems-Halle.
Tradition und Moderne – beides soll sich wiederfinden auf dem 404. Kramermarkt. Riesenrad, Kettenkarussell oder Autoscooter dürfen als seit Jahrzehnten beliebte Attraktionen nicht fehlen. Aber mit Flash, Break Dance No. 1 oder Turbo Force wird auch dem „Schneller, höher, atemberaubender!“ Tribut gezollt.
Eigentlich ist alles vorbereitet für das große Volksfest, es bleibt der Blick zum Himmel. „Das Wetter ist traumhaft, das kann so bleiben“, grinst Helmut Mondorf, wohlwissend, dass seine Branche unter dem verregneten Sommer durchaus gelitten hat. „Aber Oldenburg ist immer gut für uns.“ Kein Wunder, dass – versteckt hinter den bunten Geschäften – bis zu 800 Wohnwagen und andere Gefährte davon zeugen, wie viele Schausteller zum Kramermarkt gekommen sind. Das Fest kann beginnen.
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