Warten auf den Ausbau des Kanals
Künftig sollen mehr als nur eine Lage Container transportiert werden können. Bis dahin sind noch viele Zwischenschritte zur Ertüchtigung der Wasserstraße notwendig. BILD: Thorsten Ritzmann 
von Jürgen Westerhoff
Edewecht - Der Startschuss soll möglichst noch in diesem Jahr fallen. Damit der Küstenkanal seine Bedeutung im Wasserstraßennetz als wichtige Verbindung zwischen Weser und Ems steigern kann, ist viel zu tun. Das Ziel der Planer ist ehrgeizig, liegt aber noch in ziemlicher Ferne – und das nötige Geld ist auch noch nicht vorhanden.
10 bis 15 Millionen Euro sind nach Expertenmeinung nötig, um den Kanal so zu ertüchtigen, dass er nicht nur von den sogenannten Europaschiffen (bis 1350 Tonnen) befahren werden kann, sondern auch für das GMS (Großes Motorschiff) mit bis zu 2000 Tonnen Traglast geeignet ist. Auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Sigrid Rakow (Ammerland) ließen sich mehrere Fraktionskollegen, darunter Jürgen Krogmann (Oldenburg) und Renate Geuter (Cloppenburg), vom Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen, Holger Giest, im Rathaus Edewecht über den aktuellen Planungsstand informieren. Giest erläuterte, dass es in naher Zukunft noch nicht um einen planungsrechtlichen Ausbau der Wasserstraße gehe. Derzeit seien Unterhaltungsmaßnahmen zur Ertüchtigung des Kanals vorgesehen.
Im Vordergrund stehe auf einem knapp 20 Kilometer langen Kanalstück westlich von Oldenburg die Sicherung des nördlichen Ufers. Dieser Bereich stelle für die derzeit dort verkehrenden Schiffe einen Engpass dar. Einer von mehreren Lösungsvorschlägen sehe den Ersatz der nicht mehr wirksamen Uferspundwand vor. Die neue Spundwand könne dann so gestaltet und bemessen sein, dass sie künftige Anforderungen gleich mit erfülle, so dass sich beispielsweise Europaschiffe dort überall störungsfrei begegnen könnten.
Mit einem ersten Teilstück von einem Kilometer Länge südlich von Edewecht könne hoffentlich noch in diesem Jahr begonnen werden.
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