Projekt:
„EinTritt ins Glück“ gegen Gewalt

Sexuelle Übergriffe mit Aufführung im Familienzentrum Villa thematisiert

Das Stück erzählt die Geschichte der ersten großen Liebe, die böse endet. Anschließend wurde in Workshops diskutiert.

DELMENHORST Mit „EinTritt ins Glück“ fing der Projekttag „Grenzgebiete“ für rund 70 teilnehmende Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren im Familienzentrum Villa am Dienstag an. Mit einer gemeinsamen Disko-Feier im großen Saal der Villa, bei der DJane Nadja für die richtige Musik sorgte, endete gegen 22 Uhr der Tag.

„Wann wird ein Flirt zur blöden Anmache?“ lautete das Motto des Projektes, das von der Landesstelle Jugendschutz ins Leben gerufen wurde und sich mit sexuellen Übergriffen unter Jugendlichen beschäftigt.

Um 10 Uhr eröffneten vier Schauspieler der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück die ganztägige Aktion mit ihrer Vorführung „EinTritt ins Glück“. „Es geht dabei um die Geschichte von vier Jugendlichen. Ein Mädchen erlebt seine erste große Liebe. Diese endet jedoch damit, dass sie von einem Bekannten vergewaltigt wird“, erklärt Schauspielerin Sissi Zängerle. In den 60 Minuten sollen Ängste und Gefühle bei den Jugendlichen geweckt und auf Probleme und Fragen aufmerksam gemacht werden.

Die Vorführung sei sehr gut angekommen, sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den rund 20 Sozialpädagogen aus den Delmenhorster Jugendhäusern und einigen Schulen, berichtete Martina Gaebel, zuständig für den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz beim Fachdienst Jugendarbeit. Der Tag solle die Jugendlichen sensibilisieren, sie aufklären und ihnen Grenzen aufzeigen. „Sowohl körperlich als auch verbal“, betont Gaebel.

Nach der Vorführung und einem gemeinsamen Mittagessen wurden die Teilnehmer in vier Gruppen aufgeteilt. Jeder der vier Darsteller der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück befasste sich ausgiebig mit einer der Gruppen. An den Figuren des Stücks wurden Probleme und Fragen abgearbeitet und gelöst. „Die Teilnehmer sollen lernen, Grenzen zu erkennen und selbst zu ziehen“, erklärt Sissi Zängerle. Die Jugendlichen seien sehr interessiert gewesen, man merke vielen aber dennoch an, dass es sich um ein sensibles Thema handele. „Wichtig ist, dass wir sie im Kopf erreicht haben und sie sich Gedanken über das Gesehene machen“, erläuterte Zängerle.

„EinTritt ins Glück“ ist in Niedersachsen Teil des Projektes Grenzgebiete, das gemeinsam mit der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen durchgeführt wird.

Organisiert wurde der Projekttag vom erzieherischen Kinder- und Jugendschutz der Stadt Delmenhorst.

In Kooperation mit den sieben Jugendhäusern der Stadt und dem Projekt „Sozialarbeit an Schulen“ wurde der Tag ausgerichtet.

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„EinTritt ins Glück“ gegen Gewalt
Das Stück erzählt die Geschichte der ersten großen Liebe, die böse endet. Anschließend wurde in Workshops diskutiert.
http://www.nwzonline.de/kultur/eintritt-ins-glueck-gegen-gewalt_a_1,0,510427347.html
04.04.2012
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