Kunst
Nachdenken über die Zukunft der Großstädte
Umstrittenes Guggenheim Lab in Berlin beendet – Proteste der Kreuzberger
Umstrittenes Guggenheim Lab in Berlin beendet – Proteste der Kreuzberger
BERLIN Mehr als 25 000 Menschen haben in den vergangenen sechs Wochen das reisende Forschungslabor Guggenheim Lab in Berlin besucht. Wie die Organisatoren zum Abschluss des Projektes mitteilten, fanden an den 33 Tagen, die das Leichtbau-Labor im Prenzlauer Berg geöffnet hatte, mehr als 300 Veranstaltungen statt. Das Guggenheim Lab wollte in Workshops Vorschläge für das Leben in den Großstädten der Zukunft erarbeiten.
Wegen Gewaltdrohungen aus der Szene hatte die amerikanische Guggenheim-Stiftung im März ihr reisendes Forschungslabor im Berliner Multikulti-Viertel Kreuzberg absagen müssen. Die Kritiker hatten befürchtet, dass ihr Viertel dadurch aufgewertet und für die bisherigen Mieter zu teuer werden könnte.
Das Fazit der Veranstalter ist durchwachsen: „Nach den Debatten im Vorfeld bin ich wirklich ein bisschen enttäuscht, dass wir keine härteren Diskussionen hatten“, so der Programm-Manager Lutz Henke. Kuratorin Maria Nicanor zeigte sich dagegen mit der Zuschauerresonanz zufrieden: „Vielleicht haben wir mehr von Berlin gelernt als Berlin von uns.“
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