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War es der „Nafri“?

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Neuer „tatort“ Aus Köln:
War es der „Nafri“?

Köln Ein Mann mit Kapuze überfällt eine Zoohandlung. Jemand wirft eine Steckdosenleiste in ein Aquarium, das Licht flackert, ehe es erlischt. Durch die zuckenden Blitze irren schemenhaft Gestalten - eine von ihnen fällt zu Boden, als ein Schuss ertönt. Der Sohn des Geschäftsinhabers ist tot. Der Kapuzenmann rennt weg. War es „einer von diesen Nordafrikanern“? Für eine Reihe „rechtschaffener Bürger“ ist das klar. Der Kölner „Tatort“ an diesem Sonntag (20.15 Uhr) packt ein hochaktuelles, brisantes Thema an.

Die „Wacht am Rhein“ - so der Titel der Folge - nennt sich im „Tatort“ eine Bürgerwehr, die sich in einem Kölner Viertel gegründet hat, nachdem dort die Zahl der Einbrüche sprunghaft gestiegen ist. Der dubiose Anführer dieser Truppe, Dieter Gottschalk - überzeugend gespielt von Sylvester Groth - nutzt die Situation für seine Interessen und will die Nachbarschaft bei einer Mahnwache für das Mordopfer aufwiegeln.

Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) schon bald auf den jungen Marokkaner Khalid Hamidi (Samy Abdel Fattah). Der hatte vor einiger Zeit die Schwester des Toten belästigt und provoziert auch ansonsten durch sein aggressives Auftreten ständig Ärger.

Währenddessen ist Khalids Landsmann, der Student Baz Barek (Omar El-Saeidi) wie vom Erdboden verschwunden - er trug in der Tatnacht die gleiche Kapuzenjacke wie der mutmaßliche Täter. Und welches Spiel spielt Adil Faras (Asad Schwarz), der seit vielen Jahren in Köln lebt und als Mitglied der Bürgerwehr Augenzeuge des Überfalls auf die Zoohandlung wird.

Die „Wacht am Rhein“ birgt also jede Menge Zündstoff und spiegelt die derzeitige gesellschaftliche Gemengelage recht gut wider: Da ist die Mutter, die sich kaum noch allein auf die Straße traut und sich in der eigenen Stadt unsicher fühlt. Da sind die Rechtspopulisten, die das latente Angstgefühl in der Bevölkerung für ihre Zwecke ausnutzen. Da sind die sogenannten Gutmenschen, die davor warnen, alle Flüchtlinge über einen Kamm zu scheren und versuchen, ihnen Arbeit zu vermitteln - was aber an behördlichen Auflagen scheitert.

Ähnlich vielschichtig dargestellt wird die Situation der Menschen mit ausländischen Wurzeln: Der junge Nordafrikaner, der sich illegal in Deutschland aufhält, Straftaten begeht und keinerlei Respekt vor der Polizei hat. Der etablierte Ladenbesitzer, der aufgrund seiner Abstammung nun plötzlich komisch angeguckt wird, um seinen Ruf fürchtet und darüber wütend ist. Der Student, gegen den sich diese Wut entlädt, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort ist - und der am Ende zur tragischen Figur wird.

Auch Ballauf und Schenk können sich diesem Strudel aus Vorurteilen und Halbwahrheiten kaum entziehen und haben Mühe, einen klaren Blick zu behalten. Am Ende zeigt sich: Es gibt keine einfachen Antworten. Fast jeder ist in irgendeiner Weise zugleich Opfer und Täter.

Regisseur Sebastian Ko und Drehbuchautor Jürgen Werner, der die Bücher für mehrere „Tatort“- und „Schimanski“-Filme geschrieben hat, ist eine spannende Folge gelungen, die durch ihre Aktualität fesselt und gerade deshalb nachdenklich macht.

Ein Schmankerl hält „Wacht am Rhein“ übrigens auch bereit: Zum ersten Mal ist Klaus Doldinger, Komponist der „Tatort“-Titelmelodie, in einer Gastrolle zu sehen. Der 80-Jährige mimt in einer kurzen Szene einen Straßenmusiker. Ballauf und Schenk werfen ihm im Vorbeigehen ein paar Münzen zu, als er auf dem Saxofon gerade eine Jazz-Version der legendären Melodie spielt.

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