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Denkmalstreit:
Oldenburg: Ministerin Wanka bleibt bei „Nein“ zum Grafen

OLDENBURG Kühle Reaktion: Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka hat knapp und ohne Richtungsänderung auf das erneute Schreiben von Oldenburgs-Ex-Oberbürgermeister Horst Milde in Sachen Graf-Anton-Günther-Reiterstandbild reagiert. „Ihr Schreiben habe ich zur Kenntnis genommen“, schrieb sie. Und: „Gegenüber meinem Schreiben vom November 2011 gibt es in der Angelegenheit keinen neuen Sachverhalt“. Will sagen: Nach wie vor lehnt die Ministerin die Aufstellung des Reiterstandbildes am Schloss ab.

Milde hatte darauf verwiesen, dass die Aufstellung auch wegen des Artikels 72 der Landesverfassung geboten sei, in dem unter anderem die Pflege der Kultur des in Niedersachsen aufgegangenen ehemaligen Landes Oldenburg festgeschrieben ist. Wanka sieht darin eine Verkennung des Anwendungsbereichs des Verfassungsartikels; der lasse sich nicht auf die Aufstellung eines „privat initiierten, historisierenden Reiterstandbildes im öffentlichen Raum“ beziehen. Zudem verweist sie darauf, dass Dauerausstellung und Sonderveranstaltungen im Schloss umfassend über Leben und Wirken Graf Anton Günthers informieren und öffentliche Gebäude und Verkehrswege nach ihm benannt seien.

Um die Grafen-Debatte dreht sich an diesem Mittwoch eine (für Besucher offene) Live-Sendung des Nordwestradios, die von 15 bis 16 Uhr aus dem Café Curtiz im Schloss übertragen wird. Es diskutieren Horst Milde, Harald Götting (AG Stadtoldenburger Bürgervereine), Rainer Stamm (Museumsdirektor) und Sebastian Beer (Grünen-Ratsfraktionssprecher).

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