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Opernstar tankt Kraft an der Küste

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Opernstar tankt Kraft an der Küste

Jeverland Wien, Bologna, Bregenz, Bayreuth – Selcuk Cara ist auf den Opernbühnen der Welt zu Hause. Sein Lebensmittelpunkt aber liegt im Jeverland. „Ich wollte schon immer an der Küste leben“, sagt Selcuk Cara. Der 43-Jährige, geboren und aufgewachsen nahe Frankfurt/Main, ist gefragter Opern- und Konzertsänger, spezialisiert auf das Deutsche und Wagnerfach.

„Irgendwann kam der Moment für meine Frau und mich, als wir beschlossen, nicht nur vom Traum vom Leben an der Küste zu sprechen, sondern auszuprobieren, ob wir ihn leben können“, erzählt er. „Ein Bühnenunfall am Staatstheater Stuttgart machte uns bewusst, wie schnell alles vorbei sein könnte.“

Seit gut eineinhalb Jahren lebt Selcuk Cara mit Frau Sonja Cara, diplomierte Konzertpianistin, und der zweijährigen Tochter seinen Traum. Auch ein Traditionssegler gehört dazu.

„Zunächst hatten wir etwas Sorge, weil die internationalen Flughäfen recht weit weg sind“, sagt Cara. Zuvor, in Köln, waren es knappe 15 Minuten zum Flughafen. „Doch nun fahre ich eben mehr mit dem Zug, das funktioniert bestens.“ Da seine Engagements in den USA, in Mexiko, Schweden, Österreich, Frankreich, Spanien ohnehin stets mehrere Tage dauern, spielt die Anreise kaum eine Rolle.

Sein erstes festes Engagement hatte Selcuk Cara am Staatstheater Oldenburg, zwei Jahre sang er in Oldenburg, wechselte dann an die Oper Köln und schließlich nach Bonn. Seit 2006 ist er als freischaffender Opern- und Konzertsänger unterwegs.

„Es war eine gute Entscheidung, freischaffend zu arbeiten“, sagt Cara. „Meine Frau und ich haben gemeinsam entschieden, den doch riskanten Weg zu gehen.“ Er und seine Frau beraten über alle beruflichen Schritte und Partien. „Sie ist auch die erste, die mit mir Partien erarbeitet.“

Schon im Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main lernte der Sänger das viele Reisen kennen. Sein Lehrer Eike Wilm Schulte nahm ihn zu Engagements mit. „Durch ihn habe ich beinahe alle bedeutenden Opernhäuser und Opernsänger kennengelernt. Ich war mit ihm in Paris, Amsterdam, Berlin, Genf. . . ich kann nicht alle Opernhäuser aufzählen.“

Das beeindruckendste sei eine USA-Tournee gewesen. Eike Wilm Schulte sang an der Metropolitan Oper und in der Carnegie Hall mit den Münchener Philharmonikern unter Wolfgang Sawallisch. „Ich war als Orchestermitglied eingetragen. So kann ich sagen, dass ich auch mal Münchener Philharmoniker war.“

Im Festengagement hat Cara vom tiefen Bass bis Helden-Bariton alles gesungen. Doch ihm sei immer klar gewesen, dass er ins tiefere Deutsche Fach wolle.

Inzwischen ist er Wagner-Spezialist. Seine wichtigste Partie ist der „Hagen“ im „Ring des Nibelungen“. „Die Klangfarbe von Hagen ist die Grundlage für alles, was ich singe“, sagt er. Am besten umschreiben könnte man den Hagen wohl mit „Helden-Bass“, analog zum Helden-Tenor – als Fachbezeichnung gibt es das allerdings nicht.

„Es gibt vielleicht 20 Sänger in Deutschland, die in der Lage sind, den Hagen zu singen – bei zehn kann man es ertragen.“ Es gebe Partien, die man entweder singen könne oder eben nicht. „Einige kann man sich mit Fleiß erarbeiten, aber manche kann man sich nur bewusst machen, damit man sich auf der Bühne nicht ganz gehen lässt – Hagen ist eine solche Partie. Entweder es klingt beim ersten Mal schon oder es wird nie etwas.“

Den Hagen zu singen, sei wie ein Hundert-Meter-Lauf mit Bleijacke. „Eine Höllenpartie“, meint Cara. „Jeder glaubt, Wagner singen zu können, aber nach spätestens eineinhalb Jahren rächt sich die Musik oder Wagner am Sänger wie mit einem Donnerschlag.“

Der Druck auf Stimmbänder und Körper sei immens, „ein Wagner-Sänger verbraucht auf der Bühne mehr Energie als ein Grubenarbeiter. Das ist wissenschaftlich erwiesen“, weiß Cara.

Hinzu komme der psychische Druck. Denn dass Hagen, Antiheld der deutschen Sage, der den strahlenden Siegfried ermordet, ausgerechnet von einem Sänger mit türkischstämmigen Eltern gesungen wird, löse bei manchem Wagner-Fan seltsame Reaktionen aus. „Ich habe schon sehr Sonderbares erlebt.“ Das gilt nicht nur für den Hagen: „Ich habe auch einmal den Kothner in Wagners Meistersinger gesungen. Da war es sehr ähnlich. Sich von einem türkischstämmigen Sänger das Regelwerk des Meistergesangs anhören zu müssen, irritiert – und das amüsiert mich“, sagt Selcuk Cara.

Zugleich verspüre er als türkischstämmiger Opernsänger einen gewissen Druck, es besser machen zu müssen. „Daher achte ich darauf, dass man mich als Bass sehr gut versteht.“ In Wien, wo er den Kaspar aus Webers „Freischütz“ sang, sei ein sehr alter Wiener auf ihn zugekommen, habe ihn umarmt und gesagt: „Ich dachte schon, dass ich mir ein neues Hörgerät kaufen muss, weil ich niemanden verstanden habe, aber dann kamen Sie.“

Hagen lässt den Sänger auch in seiner Freizeit nicht los: Er schreibt an einer Doktorarbeit über Wotans Familie im „Ring des Nibelungen“. „Was Wagner an Dramaturgie und Psychologie in sein Werk gelegt hat, ist faszinierend“, meint Cara.

Demnächst singt Selcuk Cara mehrere Wochen in Schweden und den USA. Sein Höhepunkt sind aber die Niedersächsischen Musiktage vom 7. September bis 6. Oktober unter dem Motto „Freundschaft“. Er wurde von Intendantin Katrin Zagrosek gebeten, zur Eröffnung den Hagen aus Richard Wagners „Götterdämmerung“ zu singen. „Ich hatte in Wien bereits einiges über Katrin Zagroseks hervorragende Arbeit gehört und ich sagte sofort zu. Erst später erfuhr ich mehr über das Festival.“

Die musikalische Verantwortung für Caras Götterdämmerung wird Eivind Gullberg Jensen mit seiner NDR-Radiophilharmonie übernehmen. „Was mich sehr freut, ist, dass mein Vater – also Hagens Vater Alberich – von Wolfgang Schöne gesungen wird: Seit meinem Studium bewundere ich ihn sehr.“

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