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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Weihnachten ist hier wie im Hollywood-Film

18.02.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-02-18T05:19:42Z 280 158

So Sieht Eine „argentinierin“ Oldenburg:
Weihnachten ist hier wie im Hollywood-Film

Oldenburg Moin! Ich heiße Paula, bin 16 Jahre alt und lebe eigentlich in Buenos Aires. Seit zwei Monaten bin ich Austauschschülerin am Neuen Gymnasium in Oldenburg und mache zurzeit ein Praktikum bei der NWZ. Da Oldenburg und Buenos Aires nicht noch unterschiedlicher seien könnten, habe ich ein paar Unterschiede zusammengefasst, die mir während meiner Zeit hier aufgefallen sind.

Die Fahrrad-Kultur:
Es heißt ja: Fahrrad fahren verlernt man nicht. Aber ich hatte schon Schwierigkeiten als ich nach drei Jahren zum ersten Mal wieder fahren sollte. Obwohl ich viele Leute in Buenos Aires kenne, die mit dem Fahrrad zur Schule oder zur Arbeit fahren, habe ich mir sowas nie zugetraut. Das liegt womöglich an den nur wenigen offiziellen Radwegen und dem Fahrstil einiger Porteños (so nennt man die Einwohner von Buenos Aires).

Ganz anders ist es in Oldenburg: Hier haben die Fahrradfahrer Vorfahrt. Die Anzahl an Fahrrädern auf dem Schulhof und morgens auf den Straßen finde ich nach zwei Monaten immer noch erstaunlich. Zudem war es neu für mich, spontan mit dem Fahrrad in die Stadt zu fahren oder meinen Opa besuchen zu können. Mir gefällt diese Flexibilität.

Abwarten und Tee trinken:
Sei es morgens beim Frühstück oder mittags nach der Schule oder der Arbeit – die Oldenburger lieben ihren Tee. Es gab womöglich keinen Tag in den letzten zwei Monaten, an dem ich keinen Tee getrunken habe. Aber das Ritual, sich bei einer Tasse Tee zu unterhalten, schätzt man auch in Buenos Aires sehr.

Natürlich gibt es trotzdem ein paar Unterschiede. In Buenos Aires gibt es keinen Ostfriesen-, dafür aber leckeren Mate-Tee. Der wird aber nicht aus einer Tasse, sondern aus einem Matero mit einer Art Metall-Strohhalm, der Bombilla heißt, getrunken. Den natürlichen Mate-Tee kann man aber nicht mit dem Club Mate vergleichen. Er ist einfach nicht so süß.

Besame mucho – Klischees über ,,die Deutschen‘‘:
Egal ob alte Freunde oder Leute, die sich zum ersten Mal sehen: In Buenos Aires begrüßen sich alle mit einem Kuss auf die Wange. Durch Umarmungen und ,,Besos‘‘ (Küsschen) möchte man Familie und Freunden zeigen, wie gern man sie hat. Eins ist klar: Berührungsängstlich sind die Argentinier nicht.

Obwohl nicht alle Oldenburger so sind, war mein erster Eindruck, dass das Verhalten hier untereinander etwas distanzierter ist. Hände schütteln, winken oder ein einfaches „Moin“ und „Hallo“ sind häufige Begrüßungen. Jedoch hängt die Art der Begrüßung immer davon ab, wer begrüßt wird. Der Chef wird nicht genauso begrüßt wie ein Freund. Und eine Person, die man zum ersten Mal trifft, wird häufig nicht gleich umarmt.

Feliz navidad:
Für die meisten Argentinier ist es Tradition, am 24. Dezember mit der ganzen Familie bei hochsommerlichen Temperaturen zu grillen, abends Feuerwerke abzuschießen und um 24 Uhr Geschenke zu öffnen. Am 25. gehen viele an den Strand und genießen die Sommerferien. Dort sind weiße Weihnachten quasi unvorstellbar.

Ganz anders ist es in Oldenburg: Hier scheint die Vorweihnachtszeit mit Weihnachtsmärkten, Weihnachtsdekoration und Weihnachtkeksen wie aus einem Hollywoodfilm, den ich mal gesehen ab. Typisch für die oldenburgische Weihnachtsstimmung sind die kühlen Temperaturen um die 0 Grad, die Weihnachtslieder und das Kaufen sowie Schmücken vom Weihnachtsbaum.

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