OLDENBURG, 29. Juli 2011


Keramiktage erstmals abgekoppelt vom Kultursommer

Programm Festival vom 4. bis 7. August – Zweitägiger Keramik-Markt zum 29. Mal vor dem Schloss


von Klaus Fricke

Oldenburg - Der inhaltlichen Trennung folgt die terminliche: Die Internatonalen Keramiktage, früher traditionell den Schlussakkord eines jeden Kultursommers bildend, finden erstmal mit einwöchigem Abstand vom 4. bis 7. August statt. 105 Künstler und Händler werden dabei zum Höhepunkt des Festivals beim großen Keramik-Markt am 6. und 7. August vor dem Schloss erwartet.

„Ich finde die terminliche Trennung gut“, sagte Beate Anneken, künstlerische Leiterin der Werkschule und damit Chefin der Keramiktage, bei der Vorstellung des Programms. „Wir müssen allein stehen, und das zeigen wir auf diese Weise noch deutlicher.“

Das umfangreiche viertägige Programm hätte als Teil des Kultursommers zu viel Platz beansprucht. So können die Organisatoren stolz darauf verweisen, allein durch den Ruf des ehemaligen Töpfermarktes eine international gefeierte Keramikkünstlerin wie Jane Perryman (England) für das „Keramikerporträt“ interessiert zu haben. Zusammen mit den Künstlern Arnold Annen und Violette Fassbaender (Schweiz) zeigt Perryman ihren Kollegen aus Deutschland am 4./5. August ihre Arbeitstechniken.

Ebenfalls zu den Keramiktagen zählen mehrere Ausstellungen. Die zeitlich längste dabei ist der Gewinnerin des Vorjahrespreises des Marktes gewidmet: Ursula Commandeur aus Castrop-Rauxel zeigt vom 5. August bis zum 10. September im Schloss Beispiele ihrer filigranen Arbeit. Außerdem ist am 6. und 7. August die Themenausstellung „In Balance“ im Schloss zu sehen sowie die Sondershow mit Werken der Gäste Perryman, Annen und Fassbaender.

Traditionell werden während der Keramiktage auch mehrere Preise vergeben. Im Mittelpunkt steht dabei der Keramik-Preis der Volksbank, aber auch der Publikumspreis und der Preis der Neuen Keramik sind unter Künstlern begehrte Auszeichnungen.

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Dennoch: Für die Öffentlichkeit ist der 29. Keramikmarkt wichtigster Programmteil des Festivals. Bis zu 60 000 Besucher – viele davon von weither angereist – werden erwartet. „Dieser Markt ist längst ein großer Faktor für die Stadtwerbung geworden“, freut sich denn auch Silke Fennemann, Chefin der Tourismus GmbH.






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