Maßstäbe gesetzt
Das 63. Oldenburger Landesturnier hat Maßstäbe gesetzt. 101 Prüfungen, 811 Reiter, 2392 Pferde – so viele Wettkämpfe und Starter gab es in Rastede noch nie. Angesichts dieser Mammut-Aufgabe stand zu Beginn die Frage: Haben sich die neuen Macher zu viel zugemutet? Nach sechs Tagen exzellenten Reitsports steht fest: Nein, sie haben es nicht.
Ihr Mut, das ohnehin schon umfangreiche Programm des saisonalen Höhepunkts der Oldenburger Reiterei nochmals zu erweitern, wurde belohnt. Mit neuen Ideen und Innovationen haben sie das Traditions-Turnier weiter modernisiert und damit für die Aktiven und Zuschauer noch attraktiver gemacht.
Technisch machte sich Rastede sogar zum Vorreiter für alle deutschen Veranstalter. Erstmals bei einem nationalen Turnier waren die Start- und Ergebnislisten über eine Handy-App per Internet abrufbar. Das wird künftig als Standard unverzichtbar sein.
Zugegeben, die internationalen Größen waren diesmal nicht am Start. Rastede hat aber bewiesen, dass keine Stars nötig sind, um Sport auf ganz hohem Niveau zu bieten. Gerade die Leistungsdichte unter den regionalen Reitern erhöhte die Spannung.
„Wir wollen das Landesturnier auf dem bestehenden Top-Niveau halten“, formulierte Turnierleiter Jan-Christoph Egerer vor dem Beginn sein Ziel. Er ist auf dem besten Wege dahin.
- Eigentlich wollten Jan-Christoph Egerer, 1. Vorsitzender des Renn- und Reitvereins Rastede, und sein Organisationschef Torsten Schmidt im zweiten Jahr an der Spitze des Oldenburger Landesturniers keine großen Veränderungen vornehmen.mehr
- Im Schlosspark sieht es kurz hinter dem Turnierplatz zurzeit so aus, als wäre dort ein gigantischer Maulwurf aktiv. Es sind allerdings die Männer des Bauhofes, die dort die auffälligen Erdhaufen hinterlassen.mehr
- Die Pferde sind längst wieder in ihren heimischen Ställen, die Hindernisse auf dem Hauptplatz abgebaut und die Stallzelte zusammengefaltet. Auf dem Turnierplatz sind nach dem Ende des Landesturniers am Montag die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Einsatz.mehr
- Die Landesmeisterin im L-Springen kommt in diesem Jahr aus Bettingbühren: Florin Kandzia hat mit „Wyomi“ am Wochenende das Pony-Springen in Rastede gewonnen.
Die 14-Jährige vom Reitverein Bettingbühren trainiert bereits seit April mit Lehrer Stefan Geoe aus Hude für das wichtige Turnier.mehr
- Mehrere Paare hatten auf einen Start verzichtet, eines gab zwischendurch auf, und auch für die überschaubare Zuschauergruppe wurde der verregnete Grand Prix de Dressage zu einer Prüfung. Publikum, Reiter und vor allem die Pferde hatten bei der S-Dressur am Sonntagnachmittag mit dem nasskalten Wetter zu kämpfen.mehr


