RASTEDE, 25. Juli 2011


Triumph gerät nur kurz in Gefahr

Landesturnier Stühlmeyer gewinnt Großen Preis – Wackler am vorletzten Hindernis


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Konzentriert nahm Patrick Stühlmeyer beim Großen Preis der Öffentlichen Versicherungen alle Hindernisse. Er gewann auf Chelesio mit zwei Null-Fehler-Ritten. BILD: tobias frick  Bild vergrößern

Der Mit-Favorit Maurice Tebbel schied im Stechen bereits früh aus. Er sprang über das falsche Hindernis.

von Ole Rosenbohm

Rastede - Patrick Stühlmeyer heißt der Sieger des Großen Preises der Öffentlichen Versicherungen beim Landesturnier in Rastede. Beim letzten Wettbewerb des sechstägigen Turniers setzte sich der Reiter vom RV Oldenburger Münsterland auf seinem Pferd Chelesio vor Jens Dummeyer auf Rue Blanche durch.

Für das Stechen vor einer wohl wegen des Wetters nicht ganz gefüllten Tribüne hatten sich sechs Paare qualifiziert. Dabei hatte es zu Beginn des Wettbewerbs noch so ausgesehen, als würde der entscheidende Umlauf zu einer langwierigeren Angelegenheit werden. Drei der ersten vier von insgesamt 30 Startern blieben fehlerlos. Doch dann zeigte sich doch, dass auf dem durchgeweichten, aber nicht zu rutschigen Boden der Parcours durchaus seine Tücken aufwies.

Im Stechen verpasste es Maurice Tebbel (RFV Emsbühren) mit Mats’ up du Plessis, eine erste Marke zu setzen. Das Paar wählte das falsche Hindernis. Nach wenigen Sekunden war der Traum vom Sieg geplatzt. Die erste Richtzeit setzten Carsten Sandmann (RFV Lathen) und Livinjo 3 – 42,23 Sekunden. Allerdings sah der Ritt etwas verhalten aus.

Als Dritter startete schon Stühlmeyer mit seinem Pferd, das aus dem Stall Paul Schockemöhles kommt. Flüssig, schnell, rund – Stühlmeyer und Chelesio überzeugten. Doch beim vorletzten Hinderniss touchierte die Hinterhand hörbar für alle Zuschauer die Stange. Das Hindernis hielt, Stühlmeyer setzte sich an die Spitze (41,24).

Jens Dummeyer (RFV Lastrup) und Rue Blanche hätte die Zeit knacken können, ließen aber drei Zehntel zu viel auf dem Parcours liegen. Dann setzte Hendrik Sosath (Stedinger RFV) mit Chalacorada alles auf eine Karte, begann rasant und dynamisch. Der Mut des Reiters aber wurde nicht belohnt, Sosath patzte am zweiten und vorletzten Hindernis. Wenigstens durfte sich Publikumsliebling Sosath über den meisten Applaus der sechs Teilnehmer im Stechen freuen.

Am nächsten dran am Sieg waren wohl Matthias Janßen und Le Quidam. Janßen war schon im ersten Durchgang als Letzter gestartet – gleich nach dem wegen eines Fehlers ausgeschiedenen Mitfavoriten Mario Stevens. Sein Ritt im Stechen sah lange siegbringend aus.

Zeit verlor er wohl auch, weil er auf eine Abkürzung vor dem zweiten Hindernis verzichtete. Seine Konkurrenten taten das hingegen nicht. Insgesamt fehlten ihm mehr als sieben Zehntel zum Sieger Patrick Stühlmeyer.

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