NWZonline {{SHARING.setTitle("Bei Sterbehilfe Volkeswillen nicht beachtet")}}

:
Bei Sterbehilfe Volkeswillen nicht beachtet

Betrifft: „Aus für Sterbehilfe-Vereine“, Titelseite, 7. November

Ich bin entsetzt über diese Entscheidung des Bundestages. Wie kann es sein, dass die von uns gewählten Politiker dem Bürgerwillen so wenig Beachtung schenken? Den Wunsch – auf dem letzten Stück seines Weges von Sterbehelfern begleitet zu werden von Personen, auch Ärzten, die wissen was sie tun – haben im Vorfeld dieser Entscheidung die meisten Bundesbürger mit „Ja“ beantwortet.

Leben wir tatsächlich noch in einer Demokratie oder steht die Politik unter der Fuchtel der Wirtschaftsverbände (mit dem Sterben lässt sich gut Geld verdienen) oder Kirchen (gut ein Drittel der Deutschen gehören, wie ich, keiner Kirche an)? Als Humanist werde ich weder von den Lobbyisten noch von den Kirchen vertreten! Das Diktat dieser Entscheidung des Bundestages werde ich für mich nicht akzeptieren und hoffe nun auf eine Klage beim Bundesverfassungsgericht, der ich mich anschließen kann.

Angelika Salzburg-Reige
Ahlhorn

Ich war entsetzt, als ich die Berichte zum neuen Gesetz über die Sterbehilfe las. Wen vertreten unsere Bundestagsabgeordneten? Das Volk kann es nicht sein, die Meinung des Volkes war bekannt.

Haben die Politiker sich mal mit dem Thema Sterbehilfe-Vereine befasst? Nein – denn dann hätten sie gewusst, dass es nicht Aufgabe dieser Vereine ist, schnell für Geld jedem den Tod zu ermöglichen. Ein Vortrag der Dignitas in Oldenburg hätte sie aufgeklärt, wie es in der Schweiz gemacht wird. Leider habe ich hier keinen Abgeordneten gesehen.

Die größte Arbeit der Vereine besteht darin, Menschen, die sterben wollen, zu beraten – und das mit großem Erfolg. Die meisten ändern ihre Meinung. In Deutschland gibt es so etwas nicht. Die Kirchen sind hier völlig ungeeignet, weil sie einseitig sind . (...)

Bei den ganzen Diskussionen meint man ja, es gebe als grausame Krankheit nur Krebs. Nein, es gibt noch viel mehr, und bei einigen gibt es eine lange Leidenszeit, ohne dass der Tod in absehbarer Zeit voraussehbar ist. Wer so eine Krankheit hat, muss so früh sein Leben beenden, so lange er es noch selber kann. Zum Abwarten ist in Deutschland keine Zeit, schade.

Ich habe so eine Krankheit und hatte gehofft, dass es besser wird, weil die MdB ja das Volk und nicht die Kirchen vertreten. Keine Angst, ich entscheide mich nicht so schnell für den Freitod. Und ob ich es je mache, entscheidet die Krankheit. Aber die Sicherheit, dass mir dann geholfen wird, hätte ich gerne gehabt.

Otto Brüggmann
Höltinghausen

Bissel/Beverbruch
Bild zur News: Vier Verletzte bei Unfall nahe Beverbruch

Ein Mann In Lebensgefahr
Vier Verletzte bei Unfall nahe Beverbruch

Beim Überholen hatte der Fahrer eines Kombis einen entgegenkommenden Kastenwagen übersehen, beide Wagen stießen frontal zusammen. Die Garreler Straße musste für die Bergungsarbeiten voll gesperrt werden.

Oldenburg
Bild zur News: „Was übrig bleibt, ist ein Taschengeld“

Erzieherinnen In Finanznot
„Was übrig bleibt, ist ein Taschengeld“

Ab 2017 gelten auch in Oldenburg neue Förderrichtlinien in der Kindertagespflege – verbessern wird sich wenig. Selbstständige Erzieherinnen leben oft am Existenzminimum.

Bremen
Bild zur News: Folgt der nächste Akt im Torwarttheater?

Werder Bremen
Folgt der nächste Akt im Torwarttheater?

Zwischen den Pfosten des Bremer Tores ist die einzige Konstante die Inkonstanz. Eines haben beide Keeper gemeinsam: Sie kassieren zu viele Gegentore.

Wilhelmshaven
Bild zur News: Mehrere Schüler durch  Reizgas verletzt

Feuerwehreinsatz In Wilhelmshaven
Mehrere Schüler durch Reizgas verletzt

Das Gas war aus seiner zu Boden gefallenen Spraydose entwichen. 30 Schüler der IGS wurden vor Ort behandelt, sieben zur Beobachtung ins Klinikum gebracht.

Oldenburg
Bild zur News: Leute, wo ist denn euer Mitgefühl geblieben?

Kommentar Missbrauch Einer 18-Jährigen
Leute, wo ist denn euer Mitgefühl geblieben?

Der sexuelle Missbrauch einer jungen Frau in Oldenburg hat hohe Wellen geschlagen. Statt mit dem Opfer mitzufühlen, reagieren viele Facebook-Nutzer mit Hohn und Spott. NWZ-Redakteurin Inga Wolter findet das „herzlos und einfach nur stumpf“.

Cuxhaven
Bild zur News: Durchsuchungen in Cuxhavener Taxibetrieben

Verdacht Auf Schwarzarbeit
Durchsuchungen in Cuxhavener Taxibetrieben

58 Objekte nahmen Staatsanwaltschaft, Zoll und Polizei unter die Lupe. Dabei fanden sie erheblichen Mengen Bargeld – und noch Einiges mehr.

Oldenburg
Bild zur News: Oldenburger Studentin rettet Flüchtlinge im Mittelmeer

Mutiger Einsatz
Oldenburger Studentin rettet Flüchtlinge im Mittelmeer

Der Verein „Jugend rettet“ sucht mit einem eigenen Schiff im Mittelmeer nach Flüchtlingen. Mit an Bord war die Oldenburger Medizinstudentin Sabeth Becker. Dabei kam die 24-jährige im Angesicht menschlichen Leids an ihre Grenzen.

Delmenhorst
Bild zur News: Drei Hundewelpen aus Garten gestohlen

Tierdieb In Delmenhorst
Drei Hundewelpen aus Garten gestohlen

Wie dreist ist das denn: Eine Hausbewohnerin hörte verdächtige Geräusche im Garten – da waren die drei Jack-Russel-Welpen schon weg. Die Polizei sucht nun Hinweise.

Oldenburg
Bild zur News: Hier bestimmen Radler die Ampelphasen   selbst

Innovation In Oldenburg
Hier bestimmen Radler die Ampelphasen selbst

Wärmebildkameras verkürzen Stehzeit nach Bedarf – je mehr Radler, desto länger die Grünphase. So kann besser auf die Schüler-Massen morgens und mittags reagiert werden. Das kam auch bei einer Jury gut an.