BAD ZWISCHENAHN, 6. Februar 2012


Hundertfaches Stöbern in literarischen Schätzen

Büchertage Organisatoren wollen Veranstaltung weiterentwickeln – Kooperation mit Hoteliers denkbar


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Dicht an dicht standen nicht nur Sonntag die Besucher der 3. Zwischenahner Büchertage. BILD: Markus Minten  Bild vergrößern

Die Gastgeber könnten spezielle Angebote machen, so die Veranstalter. Lesungen und „Krimi-Dinner“ könnten zusätzliche Besucher anlocken.

von Markus Minten

Bad Zwischenahn - Gut verpackt waren am Wochenende nicht nur die Besucher der 3. Zwischenahner Büchertage. Diese hatten nicht nur sich gegen die Kälte auf dem weg in die Wandelhalle geschützt. Nicht wenige hatten auch tatsächliche und vermeintliche literarische Schätze mitgebracht – eingehüllt in Stoff als Schutz gegen die Minusgrade.

Ihr Ziel auf der Ausstellung: Der Stand von Hans Bremer. Der Buchbinder und Restaurator war ein gefragter Mann: „Wie viel ist mein altes Buch wert?“, „Was würde es kosten, diese Ausgabe restaurieren zu lassen?“ oder „Wie pflege ich Ledereinbände richtig?“ waren nur einige von unzähligen Fragen, die der 62-Jährige gerne beantwortete.

Entstanden waren die Büchertage 2010 durch einen Zufall: Mitorganisator Kai Uwe Holtmann (Jade) hatte beruflich in der Kurverwaltung zu tun und kam beim Anblick einer Kunstausstellung im Wintergarten der Wandelhalle auf die Idee für eine Bücherausstellung. In Karl-Heinz Matten (Augustfehn) hatte er schnell einen Gleichgesinnten gefunden, und die beiden Betreiber von Antiquariaten hoben die Veranstaltung aus der Taufe.

Die neun Antiquariate und der Lappan-Verlag konnten sich über Zuspruch nicht beklagen, auch „wenn die Leute, die Bücher aufbewahren und sie lieben, weniger werden“, so Mattens Beobachtung. Anne, Claudia und Günter Ehlert gehören noch dazu. Sie waren extra aus Wilhelmshaven angereist, um in dem reichhaltigen Fundus zu stöbern. Und auch die anderen der weit mehr als tausend Besucher vereinte die Liebe zu Literatur in gedruckter Form.

Holtmann und Matten können auf treue Besucher zählen: „Es gibt Kunden, die sind bereits zum dritten Mal hier.“ Aber auch Tagesgäste des Kurortes nutzten spontan die Möglichkeit, zu stöbern oder gezielt nach dem ein oder anderen Buch zu suchen.

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    Und beide möchten die Veranstaltung gerne weiter entwickeln. „Ich könnte mir ein spezielles Angebot der Hoteliers vorstellen, ein Krimi-Dinner oder eine Lesung, so dass Gäste einen Kurzurlaub in Bad Zwischenahn extra zu den Büchertage machen.“ Gesprächen und Ideen der Hoteliers stehe er offen gegenüber, so Matten, der in Augustfehn das Antiquariat „Bücher und Musik“ betreibt.






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