„Miss Oldenburg“ überragt Konkurrenz
Wettbewerb Lea Broer gewinnt – 18-Jährige für Landesentscheid qualifiziert
Machte die beste Figur auf dem Laufsteg: Die neue „Miss Oldenburg“ Lea Broer (Mitte) gewann vor Marlin Niemann (rechts) und Katharina Voigt BILD: Oliver Bloch 
von Oliver Bloch
Oldenburg - Zwei Stunden auf hohen Hacken reichen. „Darf ich jetzt meine Schuhe ausziehen?“, flehte Lea Broer. Die frisch gekürte „Miss Oldenburg“ durfte und war erleichtert und erstaunt zugleich. „Ich bin baff. Mit einem Sieg habe ich nicht gerechnet“, sagte die 18-Jährige, die das Kopf-an-Kopf-Rennen für sich entschied. Mit nur zehn Punkten Vorsprung gewann sie die Konkurrenz vor Marlin Niemann (26). Rang drei belegte Katharina Voigt (26).
Neun junge Frauen zwischen 17 und 26 Jahren flanierten am Sonnabend im Famila-Center Wechloy über den Laufsteg. In Runde eins präsentierten sie sich in einem Kleid nach Wahl. Im zweiten Durchgang buhlten sie in figurbetonter Bademode um die Gunst der Jury. „Wir haben eine tolle Veranstaltung gesehen, und auch das Publikum ist wunderbar mitgegangen“, lobte Ines Klemmer vom Veranstalter „Miss Germany Corporation“. Selbst die amtierende Miss Germany, Anne-Kathrin Kosch aus Weimar, schaute kurz vorbei.
Neun Frauen, die um den Titel der „Schönsten“ konkurrieren – kann das gut gehen? „Ja, klar“, antwortete Lea entspannt: „Es gab hier überhaupt keinen Zickenterror, wir haben uns sogar untereinander mit Haarspray ausgeholfen.“ Durch ihren Sieg hat sie sich gemeinsam mit der Zweit- und Drittplatzierten für die Teilnahme an der Wahl zur „Miss Niedersachsen“ qualifiziert. Im Januar kommenden Jahres vertritt sie Oldenburg zudem beim Wettbewerb um die „Miss Norddeutschland“, der ebenfalls in Wechloy ausgetragen wird.
Dann wird Lea schon über etwas mehr Erfahrung verfügen als bei ihrem geglückten Debüt. „Es war das erste Mal, dass ich bei so etwas mitgemacht habe“, erzählte sie immer noch ein wenig überrascht vom eigenen Erfolg. „Obwohl ich Theater spiele, hatte ich richtig Lampenfieber. Man weiß ja nie, wie man bei der Jury ankommt.“
Die 1,83 Meter große Blondine kam gut an. „Sie hat das schon sehr professionell gemacht“, urteilte auch die ehemalige Miss Germany Ines Klemmer. Eine Model-Karriere sei aber kein Thema, versicherte Lea. Und auch beim Namen Heidi Klum schüttelte sie nur mit dem Kopf. „Bei mir steht der Spaß an der Sache im Vordergrund.“ In ihrem Alltag ist die neue „Miss Oldenburg“ ohnehin in ganz anderer Weise gefordert. In einem Kindergarten leistet sie derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ab. Ganz bodenständig in bequemen Schuhen.
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