MAR DEL PLATA, 2. Januar 2012


Motorradpilot das 61. Todesopfer bei Rallye

Dakar Argentinier Martínez Boero tödlich verunglückt – Frage nach Sicherheit


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Wurde nur 38 Jahre alt: Jorge Martínez Boero BILD: dpa  Bild vergrößern

dpa

Mar Del Plata - Die Rallye Dakar beklagt ihr 61. Todesopfer. Schon bei der Auftaktetappe der 33. Auflage des berüchtigten Offroad-Abenteuers verunglückte der 38-jährige Argentinier Jorge Martínez Boero am Neujahrstag schwer und starb nach einem Herzstillstand auf dem Weg ins Krankenhaus. „Trotz aller Bemühungen konnten die Ärzte den Piloten nicht wiederbeleben“, teilten die Rennorganisatoren am Sonntag mit. Erst wenige Stunden zuvor war die Dakar im argentinischen Badeort Mar del Plata eröffnet worden.


Nach Sprung gestürzt
Das Unglück ereignete sich um 10.19 Uhr Ortszeit bei Kilometer 55 auf der Strecke zwischen Las Grutas und der kleinen Ortschaft Energía. Der Pilot stürzte bei einem Sprung über einen Hang vom Motorrad und erlitt dabei schwere Brustverletzungen. Nach fünf Minuten seien Mediziner am Unfallort eingetroffen, erklärten die Organisatoren. Martínez Boero war noch per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Mar del Plata gebracht worden, habe aber nicht mehr gerettet werden können. „Die Veranstalter sprechen seiner Familie und seinen Freunden ihr herzliches Beileid aus“, hieß es in einer Mitteilung.

Schon im vergangenen Jahr hatte Martínez Boero bei der Dakar einen schweren Unfall und bangte acht Stunden lang am Abgrund einer Klippe liegend um sein Leben. Der Einsatz eines Hubschraubers und drei Tage im Krankenhaus retteten sein Leben, fachten aber seinen Ehrgeiz an, in diesem Jahr wieder an den Start zu gehen.

Ein im Internet kursierendes Video zeigt Martínez Boero auf dem heimischen Sofa sitzend glücklich und voller Vorfreude auf das Rennen – Bilder, die völlig über die Lebensgefahr bei der Rallye hinwegtäuschen. Seit dem Start 1978 haben nun insgesamt 61 Menschen bei dem fragwürdigen Spektakel ihr Leben verloren. Der Tod von Martínez Boero wird die Diskussionen um die Sicherheit für Teilnehmer und Zuschauer nun erneut anheizen.


Seit 2009 in Südamerika
Den bislang letzten Todesfall bei der Dakar hatte es im Vorjahr auf der elften Etappe gegeben. Ein 42-jähriger Einheimischer starb nach dem Zusammenstoß seines Kleinlasters mit dem Toyota von Dakar-Teilnehmer Eduardo Amor aus Argentinien.

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Bei der diesjährigen Auflage der Dakar, die seit 2009 wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr in Afrika, sondern in Südamerika ausgetragen wird, müssen die Teilnehmer insgesamt 8377 Kilometer bewältigen. Das Ziel wird am 15. Januar in der peruanischen Hauptstadt Lima erreicht. Zum Auftakt am Sonntag waren 433 Fahrzeuge auf die Strecke gegangen. Neben der 57 Kilometer langen Sonderprüfung standen auch 763 Kilometer Verbindungsstrecke auf dem Plan.






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