Gleichberechtigung:
„Nur Mut, wir Frauen kriegen das hin“

Neue Ministerin eröffnet Ausstellung im Rathaus – Noch bis 15. März zu sehen

Mehr Frauen als bisher sollen für die Politik begeistert werden. Erinnert wird an das Engagement der „Mütter des Grundgesetzes“.

Nordenham „Liebe Frauen: Nur Mut, wir kriegen das hin.“ Mit diesen Worten der Ermunterung zu gesellschaftlichem und politischen Engagement hat Niedersachsens neue Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Cornelia Rundt (SPD), Donnerstagabend die Wanderausstellung des Bundesfamilienministeriums „Mütter des Grundgesetzes“ im Foyer des Nordenhamer Ratssaals eröffnet.

Lebensbilder

Gezeigt werden Lebensbilder der Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel, die als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich dazu beigetragen haben, dass vor 60 Jahren der Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz festgeschrieben worden ist: „Frauen und Männer sind gleichberechtigt.“

Die rechtliche Gleichstellung sei in Deutschland inzwischen fast vollständig erreicht, sagte Ministerin Cornelia Rundt am Vorabend des Internationalen Frauentages in Nordenham. Für die Umsetzung in der Realität müsse aber noch mehr als bisher getan werden.

So sei Altersarmut weiblich und Frauen verdienten durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer in gleichen Arbeitsbereichen.

Die neue rot-grüne Landesregierung wolle darauf drängen, dass auch Aufsichtsräte kommunaler Gesellschaften künftig anteilig mit Frauen besetzt sind.

In den Kreistagen sei der Frauenanteil bei den Kommunalwahlen 2011 um 2,4 auf jetzt 26,8 Prozent gestiegen, in den Stadt- und Gemeinderäten um 1,7 auf jetzt 22,6 Prozent. Ministerin Cornelia Rundt: „Da geht noch was und da muss noch was gehen.“

Die Ausstellung im Rathaus soll dazu beitragen, dass mehr Frauen für verantwortungsvolle Aufgaben in der Kommunalpolitik begeistert werden.

Dafür warben bei der Eröffnung Donnerstagabend auch Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter, stellvertretende Landrätin Heidi Brunßen und Bürgermeister Hans Francksen. Heidi Brunßen bedauerte, dass der Frauenanteil im Wesermarsch-Kreistag nach der Kommunalwahl 2011 von zuvor 25,6 auf 18,6 Prozent gesunken sei.

Helene-Weber-Preis

Wie berichtet hat Zeliha Aykanat (SPD), die seit 2006 dem Nordenhamer Stadtrat angehört, als Trägerin des Helene-Weber-Preises die Ausstellung nach Nordenham geholt. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Karin Windheim-Czichon und in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Weltfrauentag hat sie die Eröffnung organisiert. Sie betonte Donnerstagabend: „Politisches Engagement lohnt sich.“

Die Ausstellung in der 1. Etage des Rathausturms ist montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr und montags bis donnerstags von 14.30 bis 17 Uhr zu sehen. Sie läuft bis zum 15. März.

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Horst Lohe

Nordenham
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