Winter:
Schaufeln gegen Schneeteppich

Räumdienste im Dauereinsatz – Autos geraten           ins Rutschen

In den frühen Morgenstunden begann der Einsatz. Die Räumtrupps waren bis zum späten Nachmittag auf Straßen und Wegen beschäftigt.

Nordenham Um 2.45 Uhr zogen Etem Demircier, Stanislaw Graczyk und Alexej Kuriljak im Stadtzentrum mit großen Schaufeln gegen die Schneemassen zu Felde.

Ihr Radlader war ausgefallen, so dass die Mitarbeiter der Firma Siefken zu fünft mit Schippen den Räumdienst versahen. Bis zum Nachmittag dauerte ihr Einsatz.

Von früh morgens bis zum späten Nachmittag waren am Dienstag private Räumdienste, Mitarbeiter des Bauhofs und die Straßenmeisterei wegen des Schnees auf den Straßen und Gehwegen unterwegs. Dass es eine anstrengende Nacht wird, wussten die Mitarbeiter des städtisches Bauhofes bereits am Montagabend. Der Deutsche Wetterdienst hatte 5 bis 12 Zentimeter Schnee vorhergesagt.

Die Straßenmeisterei, die für Kreis-, Bundes-, und Landstraßen zuständig ist, war mit fünf Großfahrzeugen im Einsatz. Teilweise fuhren die Wagen auch nebeneinander. Schwerpunkte waren die B 212 Richtung Brake sowie die Strecke zum Wesertunnel, sagt Alfred Giesmann, Leiter der Straßenmeisterei.

„Um vier Uhr ging es los“, sagt Bauhof-Leiter Jürgen Hülsebusch auf NWZ -Anfrage. 18 Mitarbeiter räumten mit 9 kleinen und großen Fahrzeugen zunächst die Hauptverkehrsstraßen und danach die Schulwege. Gerade während des Berufsverkehrs mussten die Straßen einigermaßen frei sein.

Die Polizei Nordenham registrierte mehrere leichte Verkehrsunfälle. Viele Fahrzeuge rutschten in den Gegenverkehr oder kamen von der Straße ab. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. „Einige hatten ihre Geschwindigkeit nicht an die Witterungsverhältnisse angepasst“, sagt Ralph Merkle von der Polizei. Trotz des seit Wochen unveränderten Wetters hätten viele ihr Fahrverhalten noch nicht geändert.

Die Schulen in Nordenham waren am Dienstag geöffnet. Witterungsbedingte Schulausfälle werden auf Kreisebene entschieden. Die Straßenmeistereien in Brake und Nordenham melden sich bei schlechtem Wetter gegen 4 Uhr morgens beim Landkreis. Die Polizei teilt gleichzeitig mit, ob es Unfälle gab.

Wenn sich herausstellt, dass der Weg für die Kinder und Jugendlichen zu gefährlich ist, beschließt der Landkreis, dass die Schule ausfällt.

Landkreis-Mitarbeiterin Sonja Bitter betont, dass auch der laufende Unterricht unterbrochen werden kann. Wenn viel Schnee erwartet wird, dürfen die Schüler beispielsweise schon um 11 Uhr gehen. Eltern können auch selbst entscheiden, ob ihre Kinder zu Hause bleiben.

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