OBS stellt sich selbst Zeugnis aus
Bildung Positives Fazit der Oberschule Augustfehn nach erstem Halbjahr
von Sebastian Kelm
Augustfehn - Erst kürzlich haben zum ersten Mal Oberschüler aus Augustfehn ihre Zwischenzeugnisse bekommen. Zeit auch, aus Sicht der Schule ein Fazit für das Auftakt-Halbjahr zu ziehen. „Das Kollegium steht hinter dem Konzept. Und die Sechstklässler von der Hauptschule, die im Sommer voraussichtlich nicht versetzt werden, freuen sich sogar schon, dann in die Oberschule zu dürfen“, weiß der stellvertretende OBS-Schulleiter Wilfried Ottjes zu berichten. „Auch von den Eltern sind uns bislang keine Klagen gekommen.“
Was aber nicht bedeuten soll, dass es keinen Optimierungsbedarf mehr gibt. „Per Erlass könnten maximal 28 Schüler in einer Klasse unterrichtet werden, bevor diese unterteilt werden kann. Das ist aber einfach zu viel“, meint Ottjes. Er hoffe, im kommenden Schuljahr wieder knapp über der Teilungsgrenze zu liegen und den Jahrgang vierzügig aufteilen zu dürfen. Bei den aktuellen fünften OBS-Klassen hatte man eigenmächtig derer vier gebildet. „Nur so bleibt das Leistungsgefälle überschaubar“, erklärt Hauke Behrens, Vorsitzender der Oberschul-Planungsgruppe.
Anfang dieser Woche wurde für die Oberschüler der Jahrgangsstufe fünf das Kurssystem eingeführt. „Ursprünglich wollten wir in Englisch und Mathematik Kurse bilden, haben uns nun aber doch für Deutsch und Mathe entschieden“, sagt Behrens. Der Grund: In der ersten Fremdsprache würde alle Fünftklässler mehr oder weniger vom gleichen Niveau aus starten, während in den anderen Hauptfächern Leistungsunterschiede schon deutlicher ausgeprägt seien. Der Unterricht findet nun in drei Grundkursen mit jeweils 15 Schülern und zwei weiterführenden Kursen mit 16 und 17 Schülern statt.
Als Problem könnte sich langfristig der erhöhte Raumbedarf erweisen. „Wir setzen darauf, dass die Gemeinde die Notwendigkeit eines Erweiterungsbaus erkennt“, so Ottjes. Noch reichten die Kapazitäten aus. „Wenn aber die nächsten Jahrgänge dazukommen, stoßen wir bald an unsere Grenzen.“
Auch mit Blick auf die geforderte Profilbildung, also die Ausrichtung auf die Schwerpunkte Wirtschaft, Technik sowie Fremdsprachen und die dadurch steigende Auslastung von Fachräumen, müsse hier etwas getan werden. Darüber hinaus soll die OBS bis 2018 Inklusions-Vorgaben umgesetzt und die Schule komplett behindertengerecht umgebaut haben.
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