Eindeutig: Eltern für Oberschule
Ausschussberatungen Gymnasium hat Bedenken – Mehrheit will Umwandlung
Das Robert-Dannemann-Schulzentrum in Westerstede soll in eine Oberschule mit gymnasialem Zweig umgewandelt werden. Dafür sprachen sich befragte Eltern aus. ArchivBILD: Heiner Otto 
von Heiner Otto
Westerstede - Nach einer lebhaften Diskussion, in der das „Modell Oberschule mit gymnasialem Zweig“ von verschiedenen Seiten ausführlich betrachtet, bewertet und kommentiert wurde, hat sich der Westersteder Schulausschuss dafür ausgesprochen, die Robert-Dannemann-Schule in eine solche Oberschule umzuwandeln. Wichtigste Grundlage für diesen Beschlussvorschlag an den Stadtrat dürfte das Elternvotum sein. In einer Umfrage hat sich nach Angaben der Stadtverwaltung eine deutliche Mehrheit für ein neues Oberschulangebot an der RDS ausgesprochen. Befragt wurden, wie berichtet, Eltern von Kindern der jetzigen Schuljahrgänge eins bis vier.
Kritik am bisherigen Verfahren übte der Leiter des Gymnasiums Westerstede, Oberstudiendirektor Norbert Brumloop. Er erklärte, in für ihn nicht ausreichender Form an den bisherigen Überlegungen beteiligt worden zu sein. Ähnlich äußerten sich Eltern- und Schülervertreter des Gymnasiums. Alle drei sprachen sich dafür aus, die Entscheidung zunächst zu vertagen. Für die SPD-Ratsfraktion pflichtete Ratsherr Uwe Kroon dem bei. Kroon bezeichnete die Absprachen zwischen Verwaltung und Ratsgremien als zu wenig umfassend.
Harm-Frerich Saathoff, seit Februar 2010 neuer Leiter der RDS, bezeichnete die bisherige Vorbereitung auf die Umwandlung zur Oberschule als inhaltlich kompetent und zeitnah. „Das Kultusministerium hat uns bestätigt, dass unser Konzept überzeugend und beispielhaft ist“, erklärte Saathoff im Schulausschuss.
Dagegen betonte Brumloop in einer weiteren Wortmeldung, dass er durch den geplanten gymnasialen Zweig an der RDS eine Gefährdung seiner eigenen Schule sehe, weil für das Gymnasium prädestinierte Schüler die Oberschule der RDS vorziehen könnten.
Ratsmitglieder aller Fraktionen nahmen diesen Einwand durchaus ernst und bekräftigten wiederholt, dass es zu keiner Schwächung des Gymnasiums kommen dürfe.
Vertreter des Stadtelternrates sprachen sich für die Oberschule aus, sehen darin durchweg große Vorteile.
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