Schulvorstand blickt nach vorn
Bildung „Investitionen dringend notwendig“ – Antrag an Gemeinde Apen
von Kerstin Schumann
Augustfehn - Mit den Entwicklungsperspektiven der Oberschule Augustfehn hat sich in seiner jüngsten Sitzung der Schulvorstand eingehend beschäftigt und ist zu dem Schluss gekommen, dass Handlungsbedarf besteht. Wie Schulleiter Dr. Ralf Drabent das Ergebnis der Beratungen zusammenfasst, seien dringende Investitionen notwendig, um den Schülern auch langfristig ein gutes Bildungsangebot zur Verfügung zu stellen. Das Gremium hat eine Wunschliste zusammengestellt, wohl wissend, dass auf Grund der finanziellen Situation der Gemeinde nicht alle Wünsche umfassend erfüllt werden können.
„Die personelle Ausstattung ist ausreichend, wir müssen aber auch unseren Raumbedarf entsprechend anpassen“, nennt Drabent ein Beispiel. Benötigt werde ein naturwissenschaftlicher Multifunktionsraum für einen zeitgemäßen experimentellen Biologie- und Chemieunterricht. Man müsse weg von der Tafelchemie, forderte der Fachbereichsleiter Naturwissenschaften, Hauke Behrens. Die Ausbildungsbetriebe würden praktische Kernkompetenzen von den Schülern erwarten.
Die Augustfehner Oberschule benötigt darüber hinaus einen Unterrichtsraum für das Fach Technik. Bisher stehe lediglich ein Werkraum zur Verfügung, der zudem nur für Holzarbeiten genutzt werden könne, heißt es in der Begründung. Schülerinnen und Schüler müssten jedoch berufsvorbereitend ausgebildet werden, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, mahnte der Fachleiter Technik, Ulf Antoni.
Weil der Ganztagsunterricht in der Augustfehner Schule mit rund 62 Prozent aller Schüler stark nachgefragt wird, wünscht sich die Schule darüber hinaus einen Zuschuss von weiteren 5000 Euro. Verbessert werden müssten außerdem die Räumlichkeiten der Schulverwaltung und insbesondere des Sekretariats.
Als großes Problem wird in der Schule auch der ab August 2013 geplante gemeinsame Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Schülern gesehen. „Unsere Gebäude und sanitären Einrichtungen sind in keiner Weise behindertengerecht ausgestattet“, betont der stellvertretende Schulleiter Wilfried Ottjes. Er nennt als Beispiele fehlende Aufzüge und zu enge Türen. Die schulischen Arbeitsplätze müssten ebenfalls überprüft und gegebenenfalls hergerichtet werden. Eine solche Umgestaltung koste sehr viel Geld und müsse vorbereitet werden. Der Schulvorstand sei daher der Ansicht, dass die Gemeinde Apen als Schulträger dringend eine Arbeitsgruppe einrichten müsse, um in die Planung einzusteigen und nach Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen.
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