Ahnenforschung:
Fleißarbeit vor erfolgreichem Abschluss

Harpstedter Arbeitsgruppe erstellt digitales Ortsfamilienbuch – Donnerstag Präsentation

Sechs Jahre wurde daran gearbeitet. Welche Infos das Ortsfamilienbuch bietet, wird vorgestellt.

Harpstedt Ein Bürger-Großprojekt kommt auf die Zielgerade: Das Harpstedter Ahnenforscher-Team stellt die Inhalte der Kirchenbücher ins Internet und präsentiert das digitale Ortsfamilienbuch am Donnerstag, 11. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Christuskirche. Anhand von Beispielen zeigt das Team um Samtgemeinde-Archivpfleger Dr. Jürgen Ellwanger die vielfältigen Möglichkeiten, das Ortsfamilienbuch zu nutzen.

Vor nun sechs Jahren hatten dutzende Bürger aus der Samtgemeinde begonnen, mehr als 31 000 Personen aus den Kirchenbüchern von 1659 bis 1895 abzuschreiben und später mit Vor- und Nachfahren jeweils zu verknüpfen. Die unglaubliche Fleißarbeit für die Allgemeinheit steht nun vor dem Abschluss. Dr. Ellwanger als Projektchef, Hans Buhlrich als künftiger Datensatzpfleger und Timo Kracke als Techniker werden die Möglichkeiten auf Großbildleinwand präsentieren.

Nachdem im Juli 2010 das Team bei einer Präsentation im Pfarrhaus ausführlich über den Weg von den alten Kirchenbüchern zum digitalen Ortsfamilienbuch berichtet hatte, wird Dr. Ellwanger nun am kommenden Donnerstag einen anderen Schwerpunkt setzen und Antworten geben auf: Was ist ein Ortsfamilienbuch? Wie kommt man im Internet dahin? Welche Informationen bietet es für die eigene Familienforschung?

Neben den Kirchenbucheinträgen bietet das Harpstedter Ortsfamilienbuch eine Fülle von Informationen aus alten Höfelisten und Steuerregistern, die den Familienforschern bei der Suche nach Ahnen oftmals helfen können. In vielen Fällen wird es so möglich, die eigene Familie noch weiter zurückzuverfolgen, bis zu 100 Jahre vor Beginn der Kirchenbücher im Jahre 1659.

Aufzeichnungen der Lehrer über die Familien, Eltern, Kinder, Großeltern können helfen, die Lücke in den Kirchenbüchern 1712 bis 1739, verursacht durch den großen Brand im Jahr 1739, zu überbrücken.

Aus der Harpstedter Chronik von Redeker werden anschauliche Berichte von Ereignissen aus der Zeit von 1650 bis 1740 bereit gestellt, die eine oft nüchterne Aufreihung von Ahnen mit lebendigen Bildern bereichern können.

„Wir sind stolz, dass wir nun nach sechs Jahren intensiver Arbeit das Harpstedter Ortsfamilienbuch vorstellen können. Wir geben dem Familienforscher damit ein modernes umfassendes Hilfsmittel in die Hand und möchten dazu anregen, die eigene schon begonnene Ahnenforschung zu vertiefen, wenn nicht gar erst zu beginnen“, so Dr. Ellwanger. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 19 Uhr.

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http://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/bildung/fleissarbeit-vor-erfolgreichem-abschluss_a_1,0,1317804722.html
06.10.2012
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