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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

In wenigen Tagen23 Katzen ausgesetzt

07.07.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T11:41:50Z 280 158

Herzlose Urlauber:
Grausam: In wenigen Tagen 23 Katzen ausgesetzt

Ganderkesee/Delmenhorst Tierschützer aus Ganderkesee und Delmenhorst schlagen Alarm – und sind empört: Mehrfach wurden in der vergangenen Woche junge Katzen in ihrem Zuständigkeitsbereich ausgesetzt, allein neun davon an der Autobahn A 28. Dort waren nahe der Anschlussstelle Ganderkesee-West bereits in der Nacht zu Donnerstag vier Katzenbabys aufgelesen worden (die NWZ  berichtete). Insgesamt 23 Katzen musste der Tierschutzverein Delmenhorst binnen weniger Tage aufnehmen.

„Das ist einfach grausam und bestialisch, dafür gibt es keine Entschuldigung. Solche Menschen sollten hart gestraft werden“, fordert die diensthabende Tierschutzhof-Leiterin Nadine Wessollek. Das Aussetzen von Haustieren sei eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet werden könne. Bei längerem Leiden falle es sogar unter den Straftatbestand der Tierquälerei.

„Die Kätzchen stammen sicherlich nicht von einer verwilderten Katze“, erklärt Wessollek mit Blick auf fünf rabenschwarze Jungtiere, die an der Autobahn gefunden wurden. „Sie sind nämlich an Menschen gewöhnt, allerdings völlig verstört und ängstlich.“

Abgesehen von den Gefahren, denen die Tierschützer bei Suchaktionen an der Autobahn ausgesetzt sind, wird auch die Versorgung der Fundtiere zum Problem. Das könne der Verein, der sich allein aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziere, nicht leisten, betont die stellvertretende Vorsitzende Brigitte Kall. Spenden seien daher willkommen.

Mit Blick auf die nahende Urlaubszeit appellieren die Tierschützer an Besitzer von Haustieren, rechtzeitig deren Versorgung zu sichern. Der Tierschutzverein sei auch behilflich und vermittele etwa Kontakte zu Tierpensionen oder Menschen, die sich um die Tiere kümmern. Bei Hunden gebe es Möglichkeiten, dass Halter sich gegenseitig helfen. Generell sei es immer ratsam, die Tiere kastrieren zu lassen. „Nur so kann man das Elend der Tiere abstellen“, betont Brigitte Kall.