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Genealogie:
Ortsnamen Schlüssel zur Ahnenforschung

Ganderkesee Ortsnamen sind sehr epochenabhängig. Nicht immer hieß Ganderkesee so wie heute. Das ist nicht nur historisch interessant, es kann auch zu einem Problem werden, weiß der Ganderkeseer Timo Kracke. Der 39-Jährige ist Hobby-Genealoge. Seit knapp 17 Jahren erforscht er seine Herkunft.

„Irgendwann kommt fast jeder an den Punkt, wo er nur noch weiß: Meine Vorfahren kommen aus Schlesien“, sagt Kracke. Doch Schlesien ist groß, viele Orte haben inzwischen andere Namen. Das erschwert die Suche nach den eigenen Vorfahren. Das Phänomen betrifft nicht nur Schlesien.

Um bei diesem Problem für Abhilfe zu sorgen, hat der Verein für Computergenealogie das Genealogische Ortsverzeichnis (GOV) entwickelt. Kracke, der Vorstandsmitglied in dem Verein ist, wird das Projekt kommende Woche auf einer Genealogenmesse in Salt Lake City (USA) vorstellen. „Die Datenbank über die historischen Ortsnamen wird ehrenamtlich gefüllt“, erklärt der Hobby-Genealoge. Das Verzeichnis sei deshalb noch nicht vollständig. Aber jeder, der etwas wisse, könne es mit Quellenbeleg dort eintragen, erklärt Kracke. Der Verein will es mit einer kostenlosen Lizenzierung anderen im Internet zugänglich machen. Damit mehr Menschen die Möglichkeit haben, bei der Spurensuche nach den Vorfahren erfolgreich zu sein.

Der Ganderkeseer selbst hat in der jahrelangen Arbeit schon einige familiäre Verbindungen aufdecken können. Auf seiner eigenen Internetseite hat er seine gesamte Herkunft offen gelegt.

Der letzte Eintrag geht zurück bis 1415. Doch das allein ist nicht das Interessanteste, was Kracke bei seiner Suche nach seiner Herkunft schon erlebt hat.

„Für mich ist der Kontakt zu weit entfernten Verwandten spannend“, sagt der 39-Jährige. Das schönste Erlebnis entwickelte sich für ihn, als er einen Zweig der Familie seiner Schwiegermutter verfolgte. Von der Familie Olding seien zwei Söhne nach Amerika ausgewandert. Kracke fand heraus, dass die Familie nach Kentucky gegangen ist. „Durch das Internet kann man ja schnell Kontakt aufnehmen“, sagt Kracke. Und so war es schließlich auch. Über eine Seite, in der Grabsteine dokumentiert werden, stieß er wieder auf den Namen Olding. Dort konnte er schließlich Kontakt aufnehmen.

„Dank meiner Information haben sie dann erst heraus gefunden, woher aus Deutschland sie eigentlich stammen“, erzählt Kracke mit Begeisterung. Inzwischen gab es sogar schon Besuch aus den USA. Diese Begegnung habe ihm am meisten Spaß gemacht.

Zu solch spannenden Begegnungen sollen andere Ahnenforscher auch Gelegenheit bekommen. Kracke setzt nun viele Hoffnungen in die Veranstaltung in Salt Lake City – denn dort könnten auch große Internetanbieter auf das Ortsverzeichnis aufmerksam werden.


Das Ortsverzeichnis unter   www.gov.genealogy.net 
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