• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Aus bestem Malz und Hopfen

13.12.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-12-13T11:24:06Z 280 158

Bürger- und Geschichtsverein:
Aus bestem Malz und Hopfen

Wildeshausen Welche Geschichte ist spannender: „Aus bestem Malz und Hopfen“ über die Bierbrauerei Wittekind oder „Offenherzige Gastfreundschaft und auserlesene Aufmerksamkeit“ über eine Zeugin der Französischen Revolution in Wildeshausen“ oder „Deus lo vult“ über die Teilnahme der Grafen von Oldenburg-Wildeshausen an den Kreuzzügen oder „Hoch hinaus“ über den Raketenforscher Karl Poggensee?

Mit diesen vier Aufsätzen hat der Bürger- und Geschichtsverein Wildeshausen sein 14. Jahresheft für Heimat, Geschichte und Kultur gestaltet. Es ist von diesem Dienstag, 13. Dezember, an in der Gilde-Buchhandlung und in der Buchhandlung „Bökers am Markt“ für zehn Euro pro Stück erhältlich. 1000 Exemplare wurden gedruckt.

Der Brauereiweg ist nach Aussagen der Autorin Eva-Maria Ameskamp ein Zeuge für das historische Brauwesen in Wildeshausen. Mit der Bierbrauerei Schloß Wittekind sei ab 1894 ein Versuch unternommen worden, das Brauwesen mit Hilfe von Dampfkraft wirtschaftlich rentabel zu machen – jedoch ohne größeren Erfolg. Ein Manko: Wildeshausen erhielt erst 1898 einen Bahnanschluss. „Mit der Brauerei waren große Hoffnungen in einen wirtschaftlichen Aufschwung verbunden“, so Ameskamp. Doch nach etwa 30 Jahren war die Bierbrauerei Geschichte.

Der Beitrag von Cornelia Harms über den Raketenforscher Karl Poggensee (1909-1980) basiert auf der Durchsicht seines Nachlasses, der sich heute im Raumfahrt-Museum in fränkischen Markt Feucht befindet. „Poggensee lebte seit 1956 in Wildeshausen. Seit 1934 hatte er in Hespenbusch in der Gemeinde Großenkneten Raketenversuche und Treibstofftests unternommen“, so Harms. Während der 1940er Jahre arbeitete der Elektro- und Sprengstoffingenieur am Waffensystem V2 in Peenemünde mit.

Dass Harms überhaupt über Poggensee schreiben konnte, verdankt sie einem Zufallsfund des Dötlingers Mark Hillrichs, der in den 80er Jahren Aufzeichnungen des Raketenforschers bei einer Altpapiersammlung der Kirchengemeinde fand.