Konzert:
Von Kobolden und kämpfenden Riesen

Irische Harfenistin erfreut das Huder Publikum

Hude Eine Harfe erklingt in der St. Elisabeth-Kirche. Ein wenig später beginnt Hilary O’Neill zur Melodie zu singen, und das Lied klingt perfekt. Die ausgebildete Stimme von Hilary O’Neill findet in der Kirche genau die Akustik, die sie braucht, um sich voll entfalten zu können. Am Sonntagnachmittag empfing die Irin knapp 40 Besucher zu ihrem Konzert „Irische Lieder und Legenden“, das sie mit deutschen Erzählungen untermalte.

O’Neill erzählte von dem Riesen Fionn mac Cumhaill, als sei dieser modernen Geschichtsbüchern entsprungen. Die Erzählung über den irischen Riesen, der an der Küste Irlands einen Damm baute und aus den herausgerissenen Felsen eine Treppe ins Meer gebaut haben soll, um seinem schottischen Widersacher, „dem namenlosen Riesen aus Schottland“, in einem Duell gegenüberstehen zu können, ist aber wohl nur eine namensgebende Legende des Giant’s Causeway in Irland. In irischer Harfenmusik verpackt klingt sie dazu noch gut. Doch die irische Sängerin erzählte auch von den Leprechaun, den irischen Kobolden oder vertonte das Gedicht „Yeats Sallay Garden“ des Dichters William Butler. „Ein häufiges und beliebtes Thema in irischen Liedern ist es, die romantische Liebe als eine Krankheit zu sehen“, berichtete O’Neill und hatte die Lacher damit auf ihrer Seite.

Tatsächlich unterstützte ein weiteres Lied ihre These: „Whiskey in the Jar“ erzählt von einem Räuber, der mit einer List von seiner Freundin verraten wird. Das im 17. Jahrhundert entstandene Lied wurde in einer Rock-Version der Band „Metallica“ sogar mit einem Grammy ausgezeichnet.

Auch die irische Sängerin hätte eine Auszeichnung verdient. Die Besucher in der St. Elisabeth-Kirche würden sie ihr sofort verleihen.

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