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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Junge Fußballer leben das Miteinander

29.01.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-02-02T10:09:51Z 280 158

Integration:
Junge Fußballer leben das Miteinander

Falkenburg Sport und Inte­gration – das passt einfach zusammen. Beim TSV Ganderkesee und beim VfL Stenum kicken bereits Flüchtlinge in verschiedenen Fußballmannschaften mit. Auch der TV-Falkenburg bietet jetzt sechs Kindern, die mit ihren Familien in Deutschland Schutz gesucht haben, eine sportliche Heimat. Dank Unterstützung des Deutschen Fußballbundes (DFB) können sie jetzt in den Jugendteams mitspielen, berichtet Marten Meyerholz, 2. Vorsitzender und kommissarischer Leiter der Fußballabteilung des Vereins.

1:0 für ein Willkommen

heißt das Flüchtlingsprojekt der DFB-Stiftung Egidius Braun des Deutschen Fußballbundes (DFB). 600 000 Euro stehen in den Jahren 2015 und 2016 zur Verfügung. Mit einer Starthilfe von 500 Euro bezuschusst werden Maßnahmen eines Fußballvereins, wenn sie sich an Flüchtlinge wenden. Die Palette der Ideen reicht von einem offenen Spielangebot bis zur Organisation von Fahrdiensten.

Seit einiger Zeit leben mehrere Flüchtlingsfamilien, die überwiegend aus Albanien stammen, in Falkenburg. Sie werden von einem Team aus Ehrenamtlichen um Inga Gillerke betreut. „Wir versuchen ein entsprechendes Freizeitangebot für die Kinder zu schaffen“, berichtet Gillerke. Hier hätten sich der Turnverein (TV) sowie der Schützenverein angeboten, sagt die engagierte Falkenburgerin.

Die Kinder im Alter zwischen zehn und 15 Jahren hätten beim Fußballtraining oft zugesehen, konnten aber nicht mitspielen, weil die Sportausrüstung fehlte. Der Verein sprach die DFB-Stiftung Egidius Braun an, die in der Flüchtlingsarbeit Starthilfe leistet. „Das lief völlig unbürokratisch“, berichtet Marten Meyerholz. Innerhalb eines Monats habe die Stiftung reagiert und 500 Euro gespendet. € „Gemeinsam mit dem Sportartikelgeschäft ,Johnny und Fred’ aus Elmeloh konnte so für die Kinder ein Paket aus Fußballschuhen, Schienbeinschützer und Unterziehshirt gekauft werden“, bedankte sich Meyerholz für die schnelle Hilfe. Nun könnten die Kinder am Trainingsbetrieb teilnehmen. „Beim Fußball gibt es eben keine Probleme.“ Ob sie künftig für den TV Falkenburg auch bei Meisterschaftsspielen auf Torejagd gehen können, müsse der DFB klären.

Sollte es einmal zu Verständnisfragen kommen, könne Dervish E. übersetzten, so Gillerke. Der 18-jährige Flüchtling aus Albanien, der mit seinen Eltern und Geschwistern in einem Haus in Falkenburg lebt, besucht eine weiterführende Schule und spricht zudem ausgezeichnet Englisch. Er sei dankbar, dass ihn die Gemeinschaft in Falkenburg so gut aufgenommen habe, erzählt er. Zum 18. Geburtstag wurde Dervish mit einer Feier überrascht. Bei vielen Dingen des Alltags, nicht nur beim Fußball, seien die neuen Freunde behilflich.